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3 Gründe, warum ein Süle-Abgang für den FC Bayern zu verkraften wäre

Niklas Süle
Foto: IMAGO

Bleibt er oder geht er? Im Sommer standen die Zeichen bei Niklas Süle noch auf Abschied, nach starken Leistungen in der Hinrunde und regelmäßigen Startelfeinsätzen konnten sich die FCB-Fans auf eine Vertragsverlängerung Hoffnungen machen. Inzwischen deutet aber wieder vieles auf einen Abgang im Sommer hin. Warum ein Süle-Abschied für die Münchner aber zu verkraften wäre, sagen wir euch. 



Niklas Süle ist bei den Bayern-Anhängern beliebt. Auch bei Julian Nagelsmann kommt der Innenverteidiger nicht nur aufgrund der gemeinsamen TSG-Vergangenheit extrem gut an. Dennoch konnten sich die Verantwortlichen und Süle noch nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen – laut „Sky“ fühlt sich der Innenverteidiger nicht genug wertgeschätzt. Bedeutet für den Rekordmeister: Die Zeichen stehen momentan auf Abschied. Dennoch können wir die Bayern Fans beruhigen: Ein Süle-Abschied wäre für den Tabellenersten der Bundesliga kein Weltuntergang.

1. Reisende soll man nicht aufhalten

Wer Niklas Süle genauer verfolgt, weiß, dass er schon seit mehreren Jahren mit einem Wechsel in die Premier League liebäugelt. Bereits kurz nach seinem Wechsel sagte der Deutsche gegenüber „Spox“ und „Goal“: „Das ist eine der Ligen, in denen ich unbedingt mal spielen will“. Was für die Bayern-Fans damals verwirrend war, ist nun besser nachzuvollziehen – Süle hat womöglich ganz einfach andere Ziele.

Sollte das wirklich der Fall sein, müssen sich die Bayern nicht großartig darum bemühen, den 26-jährigen Verteidiger zu halten. Denn die Münchner nehmen schon seit Jahren ausschließlich Profis unter Vertrag, die sich hundertprozentig mit dem FC Bayern identifizieren können und mit dem Kopf nur beim deutschen Rekordmeister sind. Wenn sich Süle woanders sieht, kann man beruhigt auf die hoch motivierten Upamecano, Hernandez, Pavard und Richards setzen.

2. Gehaltsvorstellungen: Ein astronomischer Vertrag ergibt für den FC Bayern keinen Sinn

Die Gehaltsvorstellungen beider Parteien scheinen ebenfalls weit auseinanderzuliegen. Die Münchner wollen ihre Gehaltsphilosophie nicht aufbrechen und finanziell sicher durch die Corona-Krise kommen, nicht zuletzt durch die erneuten Geisterspiele. Die Bayern-Fans wissen, dass ihr Verein unter keinen Umständen Schulden aufnehmen möchte – Geld für starke Spieler zu investieren ist damit nicht ausgeschlossen, eine enorme Gehaltserhöhung würde allerdings wenig Sinn ergeben.

So stark Niklas Süle in den vergangenen Wochen auch gespielt hat, der Innenverteidiger ist ganz einfach noch nicht auf dem Niveau eines Hernández‘ oder einst eines Alabas. Somit ist es nur verständlich bei der Personalie Süle nicht mit Geldscheinen um sich zu werfen, sondern ein realistisches Vertragsangebot vorzulegen. Passt dieses nicht zu den Vorstellungen des Süle-Lagers überein, kann der FC Bayern damit leben.

3. Mit Benjamin Pavard und Chris Richards: Interne Lösungen als Top-Alternative

Ein weiterer Grund, weshalb ein Süle-Abgang zu verkraften wäre: Die Alternativen stehen schon bereit. Da wäre zum einen Benjamin Pavard, der aktuell noch auf der Rechtsverteidiger-Position eingesetzt wird. In Ballbesitz rückt der Franzose aber in die Dreierkette und er sagt selbst, dass er sich im Zentrum deutlich wohler fühlt. Schließlich hat er bereits bei Stuttgart in der Innenverteidigung gespielt, auch beim FC Bayern kam er zwischenzeitlich auf dieser Position zum Einsatz. Und wer sich die Bayern-Spiele regelmäßig anschaut, wird zu dem Schluss kommen: Pavard kann diese Position bestücken.

Zum anderen kehrt mit Chris Richards ein junger, motivierter Innenverteidiger im Sommer aus Hoffenheim zurück. Der US-Amerikaner kam bei der TSG in dieser Saison in 16 von 19 Pflichtspielen zum Zuge, ein Saisontor sprang dabei auch raus. Richards entpuppt sich als starker Innenverteidiger, der sowohl im Aufbauspiel als auch im Zweikampfverhalten trotz seiner 21 Jahre bereits sehr reif wirkt. Unter Hansi Flick wurde er zeitweise als Rechtsverteidiger eingesetzt, auch hier konnte er gleich überzeugen.

Warum sollte man an der Isar also nicht Richards halten und zusätzlich Pavard für das Zentrum einplanen? Als logische Folge müsste man dann „nur“ die Rechtsverteidiger-Position verstärken, in der Mitte wäre man aber mehr als konkurrenzfähig.

Bleibt also abzuwarten, ob sich Süle und die Bayern doch noch einig werden oder ob „Niki“ den Rekordmeister im Sommer ablösefrei verlässt. Sollte Letzteres der Fall sein, haben die Bayern alle Möglichkeiten, Süle adäquat zu ersetzen.

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Andy Rush

Süle ist ein guter, wenn auch nicht überragender IV. Er könnte das sein, die körperlichen Voraussetzungen bringt er mit. Leider scheint ihm aber der Kopf im Weg zu sein und der entscheidet nunmal, ob man das Zeug zum Weltklassespieler hat oder eben nicht…

Challenger2. 0

Süle überschätzt sich selbst ein wenig. Er hat eine gewisse Klasse, ist aber kein Weltklasse Verteidiger. Dazu fehlt ihm insbesondere die Vielseitigkeit. Er will Weg, also Haken dran. Für ihn haben wir Ersatz.