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Loanwatch: Wie schlagen sich die Bayern-Leihspieler Zirkzee, Richards & Co.?

Joshua Zirkzee
Foto: imago images

Sechs Spieler hat der FC Bayern München in dieser Saison verliehen, fünf davon sollen planmäßig im kommenden Sommer an die Säbener Straße zurückkehren. Nach der ersten Hälfte der Saison ist es Zeit, die Leistungen von Richards, Fein und Co. Revue passieren zu lassen.



Um die Profis und ihre Leistungen einzuordnen, bewerten wir sie im Folgenden mit Schulnoten (von 1-6). Das Ziel dieser Leihen ist klar: Die Spieler sollen Spielpraxis sammeln, sich weiterentwickeln und mit breiter Brust an die Isar zurückkehren. Wie zufrieden können die Bayern-Verantwortlichen mit den jungen Spielern also sein?

Joshua Zirkzee, Note: 1

Als Joshua Zirkzee unter Hansi Flick die Joker-Rolle einnahm und beeindruckend zeigte, wie gut er Robert Lewandowski ergänzen kann, waren die FCB-Fans hin und weg. Im Winter letzten Jahres folgte dann eine Leihe nach Genua – erfolglos. In der laufenden Spielzeit wurde der 20-jährige Niederländer zum RSC Anderlecht verliehen – diesmal sollte das Leihgeschäft ein voller Erfolg werden. Der Mittelstürmer kommt in 25 Partien auf sage und schreibe 11 Tore und 7 Assists. Teilweise wirkt der 1,93 Meter große Angreifer so, als würde die Pro League in Belgien nicht seinen Ansprüchen entsprechen.

Nicht ohne Grund will Zirkzee deshalb im kommenden Sommer, wenn die Leihe in Anderlecht endet, beim deutschen Rekordmeister wieder angreifen. Somit kann man bei diesem Leihgeschäft von einer Win-Win-Win-Situation sprechen. Wenn er in der Rückrunde seine Form bestätigen kann, könnte er zu einem ernsthaften Konkurrenten von Choupo-Moting werden und, so erhoffen es sich die Bayern-Anhänger, eines Tages in die großen Fußstapfen von Lewandowski treten.

Chris Richards, Note: 2

Chris Richards
Foto: Getty Images

Auch das Leihgeschäft zwischen der TSG und dem FC Bayern hat sich bisher gelohnt. Chris Richards ist unter Sebastian Hoeneß, mit dem er Drittliga-Meister mit den Bayern-Amateuren 2020 wurde, als Stammspieler gesetzt. Hoeneß lässt in Sinsheim eine Dreierkette spielen, bei der der US-Amerikaner zumeist als rechter oder linker Innenverteidiger zum Einsatz kommt. Bis dato stand Richards bei 17 Pflichtspielen auf dem Platz, bei denen er sogar ein Tor und einen Assist beisteuern konnte.

Wird der 21-Jährige also einer der Gewinner im Hinblick auf einen möglichen Süle-Abgang? Sollte sich Richards auch in der Hinrunde beweisen und mit Hoffenheim möglicherweise in die Champions League einziehen, hat er extrem gute Karten, im kommenden Sommer zum Bayern-Kader zu gehören. Der Youngster ist auch auf der Außenverteidiger-Position einsetzbar – hier konnte er schon unter Hansi Flick überzeugen. Bleibt für den FCB also die Hoffnung, dass Chris Richards eine ebenso starke Rückrunde wie in der ersten Saisonhälfte hinlegt.

Alexander Nübel, Note: 4

Alexander Nübel
Foto: IMAGO

So richtig in Schwung kommt Alexander Nübel bei der AS Monaco noch nicht. Die renommierte französische Zeitung „L‘Équipe“ fasst seine bisherige Leistung als „die größte monegassische Enttäuschung“ zusammen. Niko Kovac, der inzwischen als Cheftrainer entlassen wurde, hat aber stets auf den 25-jährigen Torhüter gesetzt. Der Deutsche kommt auf 2.460 Einsatzminuten, was in Summe 27 Pflichtspiele sind. Als Grund für die, vermeintlich enttäuschende Leistung der Mannschaft, kann man den Ex-Schalker aber nicht nennen.

Stand jetzt läuft die Leihe noch bis 2023, ob diese auch ganz erfüllt wird, dürfte sich wohl in der Rückrunde entscheiden. Auch hier gilt: Kann sich Nübel in den nächsten Monaten beweisen, wird er höchstwahrscheinlich den Monegassen bis zum geplanten Ende der Leihe erhalten bleiben.

Lars Lukas Mai, Note: 3

Lars Lukas Mai
Foto: Getty Images

Lars Lukas Mai ist bis Sommer 2022 nach Bremen verliehen worden. In dieser Saison kommt der Innenverteidiger auf 795 Minuten, eine Corona-Infektion und eine Verletzung warfen ihn zeitweise zurück. Unter dem neuen Trainer Ole Werner durfte der 21-Jährige aber zuletzt zweimal über 90 Minuten ran. Sein Potenzial ist nach wie vor erkennbar, sowohl im Aufbauspiel als auch im Zweikampfverhalten.

Setzt Ole Werner also konsequent auf Mai und ist er ein potenzieller Süle-Nachfolger? Dass Werner mit dem gebürtigen Dresdner plant, ist aktuell sehr wahrscheinlich. Als Süle-Nachfolger sollte man ihn aber nicht sehen, dafür ist ein Chris Richards einfach deutlich weiter, spielt zusätzlich in Sinsheim auf höherem Niveau. Dass Lars Lukas Mai bei den Bayern-Profis also nochmal durchstartet, ist eher unrealistisch.

Adrian Fein, Note: 6

Adrian Fein
Foto: IMAGO

Das haben sich alle beteiligten anders vorgestellt: Adrian Fein kommt in dieser Spielzeit auf vier Kurzeinsätze im Trikot von Greuther Fürth. 75 Einsatzminuten sind schlichtweg zu wenig, um sich für eine Bayern-Rückkehr zu bewerben. Nicht ohne Grund ist deshalb ein Leih-Abbruch im Gespräch – Hannover 96 soll an dem Mittelfeldspieler schon Interesse gezeigt haben. Fein kommt aus der Münchner Jugend, wurde dann immer wieder verliehen, bis er 2019 dann beim Hamburger SV eine herausragende Saison spielte.

In Eindhoven zeigte seine Leistungskurve dann wieder nach unten, das bestätigte sich nun auch in Fürth. Der gebürtige Münchner wird vermutlich nicht mehr an die Isar zurückkehren, selbst wenn er bei einer erneuten Leihe wieder stärkere Leistungen zeigen sollte. Medienberichten zufolge sind nämlich primär Zweitligisten an dem 22-Jährigen dran.

Ron-Thorben Hoffmann ist bei unserer Bewertung nicht dabei. Der 22-jährige Torhüter wurde nach Sunderland verliehen, die Engländer verfügen allerdings über eine Kaufoption, was eine Bayern-Rückkehr unwahrscheinlich macht.

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