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Transfer-Verlierer? 3 Gründe, warum der Sommer-Wechsel ein Top-Deal für den FC Bayern ist

Yann Sommer
Foto: FC Bayern

Mit Yann Sommer hat der FC Bayern seinen absoluten Wunschkandidaten im Winter erhalten, um den verletzten Manuel Neuer in der laufenden Saison zu ersetzen. Wir liefern euch 3 Gründe, warum die Verpflichtung des 34-jähriges Schweizers ein absoluter Top-Deal für den deutschen Rekordmeister ist.



Der wochenlange Wechselpoker um Yann Sommer ist seit gestern (endlich) beendet. Die Münchner haben die Verpflichtung des 34-jährigen Schweizers am Donnerstag offiziell bestätigt und damit die vermutlich größte Kader-Baustelle im Winter geschlossen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge zahlen die Bayern eine fixe Ablöse in Höhe von 8 Millionen Euro plus 1,5 Millionen als Bonuszahlung. Aufgrund der relativ hohen Ablöse, für einen Spieler der nur noch sechs Monate Vertrag hatte, sehen viele Fußballfans den FC Bayern als “Verlierer” in dem Transferpoker mit Mönchengladbach an.

Wir liefern euch drei (gute) Gründe, warum die Bayern alles andere als einen schlechten Deal mit der Sommer-Verpflichtung gelandet haben.

1. Die Bayern hatte keine andere Option

Die Bayern haben seit Wochen einen Ersatz für Manuel Neuer gesucht, mussten jedoch schmerzlich feststellen, dass dies im Winter kein einfaches Unterfangen ist. Die meisten Klubs sind schlichtweg nicht bereit ihren Stammtorhüter mitten in der Saison ziehen zu lassen. Andere Kandidaten wie Bono oder Diogo Costa waren zu teuer.

Nach der Absage von Alexander Nübel und vor allem mit Blick auf das immer kleiner werdende Transferfenster, liefen die Bayern am Ende ernsthaft Gefahr, ohne einen neuen Torhüter die zweite Saisonhälfte zu bestreiten. Julian Nagelsmann hat sich zuletzt deutlich gegen solch ein Szenario ausgesprochen. Eigenen Aussagen zufolge wäre das Risiko viel zu groß gewesen, dass sich Sven Ulreich verletzt und die Münchner im Worst-Case mit dem 20-Jährigen Johannes Schenk in der Champions League gegen PSG antreten müssen.

Zur Wahrheit gehört auch dazu, dass die Bayern vergangenen Sommer keinen großen Wert darauf gelegt haben eine “starke Nummer 2” zu verpflichten. Gerüchten zufolge wäre Stefan Ortega verfügbar und bereit gewesen nach München zu wechseln. Der Deutsch-Spanier landete letztendlich bei Manchester City. Auch Alexander Nübel hätte man per Klausel, ohne Mehrkosten, vorzeitig zurückholen können. Aus bekannten Gründen hat man sich jedoch dagegen entschieden. Unter dem Strich führten auch diese Entscheidungen dazu, dass man keine gute Verhandlungsposition im Ablösepoker mit Gladbach hatte.

2. Sommer ist (sportlich) die beste Lösung

Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat vor kurzem noch betont, dass die Bayern keine “Übergangslösung” suchen, sondern die bestmögliche Lösung. Rein objektiv betrachtet heißt diese aktuell Yann Sommer. Der 34-Jährige verfügt nicht nur über die notwendigen Qualitäten und Erfahrungen, sondern ist auch eine echte adhoc-Verstärkung. Sommer ist deutschsprachig, kennt die Bundesliga und kann faktisch ohne Eingewöhnungszeit loslegen. Der Schweizer wird aller Voraussicht nach bereits morgen Abend beim Bundesliga-Restart gegen RB Leipzig im Tor der Münchner stehen.

Zudem ist Sommer eine Absicherung für die neue Saison. Gerüchten zufolge ist es vollkommen offen, ob Manuel Neuer bis zur Saison-Vorbereitung 2023/24 wieder einsatzbereit wird. Mit Sommer im Tor haben die Bayern vorerst für Ruhe auf der Torwart-Position gesorgt.

3. Finanzielles Risiko ist überschaubar

Ja, bis zu 9,5 Millionen Euro für einen Spieler dessen Vertrag in wenigen Monaten ausläuft ist viel Geld. Und ja, die Bayern mussten ihre finanzielle Vernunft, welche sie in den vergangenen Jahren stets ausgezeichnet hat bei Transfers, über Bord werfen. Dennoch hält sich das finanzielle Risiko bei dem Deal in Grenzen.

Die Bayern haben den Schlussmann bis 2025 an sich gebunden. Anders als bei einer Leihe, hat man mit dem 2,5 Jahresvertrag einen Gegenwert erhalten bzw. geschaffen. Heißt im Klartext: Die Bayern könnten den Schweizer im Sommer 2023, Winter 2024 und sogar im Sommer 2024 verkaufen und das vermutlich zu einer durchaus attraktiven Summe.

Klar ist auch: Allein ein Weiterkommen in der Champions League gegen Paris würde den Bayern 10-15 Millionen Euro Mehreinnahmen sichern. Mit Sommer im Tor, sind die Chancen im Duell gegen PSG (deutlich) gestiegen.

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13 Comments
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Punkt 1 sagt alles. Danke Brazzo, tolle Kader-Planung. GröVaZ.😉

Ich versteh diese bayern Seite irgendwie nicht ganz immer gemeckere egal um was es geht sind wir nicht alle bayern Fans Anmerkung bin mit Bayern genen geboren seit ich denken kann hat sich nichts geändert hab dieses Jahr das schwerste Jahr meines leben vor mir werde 59plus 1

Wenn Ortega statt Ulreich da wäre, hätte JN auch einen weiteren Torwart gefordert. Und im Endeffekt ist für mich Sommer doch eine Nummer besser als Ortega.

Klar, aber man hätte viel mehr Alternativen gehabt, weil man nur eine solide Nummer zwei gebraucht hätte. Insofern hätte man niemanden kaufen müssen, der overpriced ist.

Immer die gleiche Leier…. echt armselig… 👎

Joa, beim FCB ist eine einzige Person für die Kaderplanung verantwortlich. Entweder kapierst du’s einfach nicht, oder Brazzo ist dein Fetish. Such dir ne Frau, erspart uns den andauernd gleichen hohlen Kommentar. Ende der Diskussion mit dir.

Danke.

Bekommst du von jemand Geld für deine AntiBrazzo Hetze?
Oder ist das dein einziger Lebensinhalt?
Versuch es mal mit spazieren gehen – das macht bei der Kälte den Kopf wieder klar.

Für 70 Mio einen Nachwuchs Zentrum bauen, aber niemand an die Mannschaft heran führen können. Tolle Leistung der Bayern. Lieber 8 Mio für einen Durchschnittstorwart ausgeben. Tolle Leistung. Sepp Maier hat da absolut recht! Den Kahn und den anderen kannste getrost in die Wüste schicken. Das was die beiden machen, können andere auch!

Was für ein Blödsinn! Schenk ist kein schlechter, aber als Nr2 in der CL ?!?
Sommer war die beste Lösung!
Der Campus hat Top Talente, natürlich schaffen es nur wenige in die 1. Mannschaft, das ist bei allen Top Vereinen so. Vidovic, Wanner, Ibrahimovic und Buchmann haben großes Potential. Nicht jeder wird ein Alaba, Badstuber, Müller….
Fakt ist, dass wir in die 3. Liga müssen. Die ausländischen Top Talente werden hoffentlich einschlagen!
Unbedingt holen sollte man den „neuen Haaland“ aus der Serie A von Milan. 500 Tore in 90 Spielen!

Sommer konnte nix machen beim Ausgleich. Fakt ist, wir dominieren Leipzig nicht! So wird das nix vs PSG!
Thuram, Amrabat und Frimpong sollten unbedingt geholt werden!

Sommer/Ulle

Frimpong/Mazraoui – Upa/Pavard – DeLigt/Buchmann – Davies/Blind

Kimmich/Gravenberch – Amrabat/Goretzka

Sane‘/Gnabry – Musiala/Tel – Coman/Mane‘

Thuram/Choupo

So könnte es was werden mit der CL, ansonsten sehe ich schwarz!

Kimmich echt schlecht. Amrabat muss her!

Kimmich sollte mal sich selbst hinterfragen, immer das gleiche bei einer Berührung vom Gegner das Fußball spielen
einstellen und noch dazu im eigenen Strafraum.

Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt "FCBinside" im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als 15 Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.