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Bayern-Boss klärt auf: So lief die Trennung von Tuchel wirklich

Jan-Christian Dreesen
Foto: IMAGO

Seitdem das Aus von Trainer Thomas Tuchel beim FC Bayern feststeht, kursieren verschiedene Darstellungen über den Ablauf der Geschehnisse rund um die Trennung. CEO Jan-Christian Dreesen schildert nun die genauen Details und räumt mit Gerüchten auf.



Am vergangenen Mittwoch erfuhr es die Öffentlichkeit: Die Wege von Thomas Tuchel und dem FC Bayern werden sich im Sommer trennen. Was in den 24 Stunden vor dieser Nachricht passierte, hat nun CEO Jan-Christian Dreesen geschildert.

Am Dienstag nach der Niederlage in Bochum habe er sich mit Tuchel zum Mittagessen getroffen. Dabei sei zunächst nicht direkt über die Trennung gesprochen worden. “Wie er seine Situation sieht, wie er die Mannschaft einschätzt, eben die Analyse, von der Thomas auch gesprochen hat. Ich habe ihm auch meine Perspektive dargelegt. Wir haben gemeinsam Klarheit geschaffen”, schilderte Dreesen den Gesprächsablauf im Interview mit der BILD.

Das Fazit des Gesprächs: Der Vertrag von Tuchel, der bis Juni 2025 gelaufen wäre, wird vorzeitig aufgelöst. Der Coach darf die laufende Saison aber noch zu Ende bringen. Von einem sofortigen Aus sei jedoch nicht die Rede gewesen, betonte Dreesen: “Wir haben uns – wie in der Pressemitteilung beschrieben – dazu entschieden, uns im Sommer einvernehmlich zu trennen. Alles andere – wie das angebliche Angebot zur sofortigen Trennung – ist Unfug.”

Sky-Moderator Sebastian Hellmann hatte am Samstag noch berichtet, Tuchel sei vor die Wahl gestellt worden: “Du kannst jetzt gehen oder im Mai”.

Dreesen und Tuchel sprechen gemeinsam zur Mannschaft

Ob man wirklich von einer einvernehmlichen Trennung sprechen kann, wurde allerdings auch von Tuchel selbst in Zweifel gezogen. “Ich bin mir nicht sicher, ob es die Option gab, dass ich das entscheide. Ich bin ja Angestellter vom Verein”, sagte er am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leipzig.

Im Anschluss an das Gespräch mit Dreesen informierte Tuchel sein Trainerteam, erst am Mittwochvormittag wurde die Entscheidung den Spielern mitgeteilt – von Dreesen und Tuchel gemeinsam.

“Mir war wichtig, dass wir gemeinsam zur Mannschaft sprechen”, erklärte der CEO: “Dass wir das vor dem Training machen, war ein kurzfristiger Entschluss. Aber die Mannschaft sollte die Entscheidung von uns erfahren, nicht aus den Medien. Ich habe die Spieler in die Pflicht genommen, denn es gibt in dieser Situation keinen Alleinschuldigen.”

Auch in der offiziellen Pressemitteilung, die nach der Ansprache an die Mannschaft versendet wurde, richtete Dreesen einen Appell ans Team. Es sei “jeder Einzelne im Klub ausdrücklich gefordert, um in der Champions League und in der Bundesliga das maximal Mögliche zu erreichen. Hierbei nehme ich auch explizit die Mannschaft in die Pflicht.”

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Tuchel dürfte bei diesem Mittagessen keinen bissen runterbekommen haben.

Dreesen wollte ja sicherlich nur den Auftrag erfüllen, Tuchel mitzuteilen, dass man ab nächster Saison eine Veränderung auf der trainerposition vollziehen möchte. Ich denke nicht dass dreesen das standing innerhalb des Vereins hat, eine solche Entscheidung vom Ablauf des Gesprächs mit Tuchel beim Mittagessen unabhängig der anderen stimmen im Klub zu treffen. Insofern war tuchels Analyse da schon egal und die Entscheidung stand schon vorher fest, egal was Tuchel dazu sagt…

Last edited 1 Monat zuvor by René

Ich Denke sagt schon genug

Der Entschluss stand fest, dann ist es egal was der Angestellte alles noch sagt und versucht zu erklären. Am Ende heißt es immer einvernehmlich und bedeutet Nix anderes als dass der Angestellte die Kündigung akzeptiert und nicht aufmuckt.

Da kündigt also der Fußballlaie den Fußballfachmann ganz salopp beim Mittagessen, also Mahlzeit! Hätte vielleicht früher den infantilen, weil aus dem Hinterhalt agierenden Trainerbeschädiger kündigen sollen und nicht nochmals einen Rentenvertrag angedeihen lassen sollen. Wer wird wohl gemeint sein, ach ja der Stolperer und Dauerredner, dem der neue Trainer aufgesetzt wird…..

Naja. Wenn Hoeneß, rummenigge und der Rest noch nicht 100% sicher gewesen wären, hätten sie ja noch mit Tuchel gesprochen und hätten nicht dreesen geschickt, der sicherlich die finanziellen Rahmenbedingungen der Trennung zu verantworten hat.

Offenbar war man sich im Verein völlig unabhängig davon was Tuchel noch zu sagen hat, sicher dass man sich trennen muss.

Da kann Tuchel auch ruhig mal schlucken. So wie es Nagelsmann letztes Jahr erging, ergeht es jetzt ihm. Die Kündigung ohne gemeinsame Analyse

Last edited 1 Monat zuvor by René

BEKOMMT NOCH EIN HALBES JAHRESGEHALT (6 MILLIONEN) UND IST DAFÜR AB JULI EIN FREIER MANN. ICH GLAUBE DA SCHMECKT DAS ESSEN GLEICH BESSER

Das ist auch wieder wahr. 👍

An der Stelle muss ich den Trainer trotzdem auch mal loben. Wir wissen ja alle wie empfindlich er ist. Aber er verhält sich im großen und ganzen professionell und steht seinen Mann.

Und eine Abfindung für die nächste Saison oder sein Gehalt weiter!

Wem nun glauben. Sky oder Dreesen?
Ich tendiere ganz stark zu Letzterem.
Sky ist wie die BLÖD, für eine Schlagzeile verkaufen die ihre Oma.

Du glaubst an eine einvernehmliche Trennung?

Eigentlich sollte es um Fussball gehen
Wo tauchen hier die Verursacher auf?Die Spieler

Hatte Dreesen beim Mittagessen ein Knopf im Ohr, auf dem ihm Uli Hoeneß die Worte eingetrichtert hat 😉

Der FCB äußert sich zu viel zur Trennung von TT, als dass es glaubhaft so war wie von der Führung geschildert. Es geht erneut darum die Deutungshoheit für sich zu beanspruchen.
Zu gegebener Zeit wird auch Gandalf der Graue sich vom See dazu äußern und “gute Gründe” für die Trennung aufführen, inkl. einer Portion Nachtritt. Wie immer.

Gandalf so zu verunglimpfen halte ich persönlich jetzt für unnötig. Gandalf gilt als sehr weiser und nahezu unantastbarer Charakter… 😂 😂

OHNE WORTE !!! WIE IMMER GROSSER ZE(H) – KLEINES HIRN

Bin gespannt wann “das Team” den Rekord der meistverschlissenen Trainern aufstellt…
Dabei entscheiden Titel immer nur diejenigen, die Aufgaben auf dem Spielfeld zu erledigen haben über ihren eigenen Willen und die Bereitschaft dazu.
Ich würde Grundgehalt auf Lebensnotwendigkeiten reduzieren…und anhand von Leistungsstatistik einen Prämienkatalog erstellen, wo auch Trainingsleistung mit einfließt zu 30%.

  1. Dreesen kann Tuchel alleine rausschmeißen
  2. Es wäre interessant zu wissen, was in der “Analyse” steht bzw. welche Ansichten der Verein zur Situation hat
  3. Wenn Tuchels Analys weit von dem entfernt ist, was der Verein denkt und keiner daran denkt von seinen Ansichten abzuweichen, ist eine einvernehmliche Trennung sehr wahrscheinlich. Tuchel hat sicher kein Interesse entgegen seiner Ansichten zu Arbeiten.
  4. Es wäre gut gewesen, wenn man seine Ansichten vor der Einstellung des Trainers geklärt hätte…

Das ist richtig, setzt aber voraus, dass man sich fuer diese Ansichten tatsaechlich ernsthaft! interessiert,was beim langjährigen Schmoren im eigenen Saft nicht schlecht waere. Das wuerde mich allerdings sehr ueberraschen. Rein theoretisch koennte es ja sein, dass Tuchel mit seiner offenbar getätigten Analyse sogar Recht hat. Theoretisch natuerlich nur. Wer hier kein kognitiv gehandicapter Hoenessgroupie ist und nicht allzutief in ihm drinsteckt, ein paar gibt es ja, weiss, dass Hoeness die Meinung des Trainers allenfalls dann interessiert, wenn sie ihm passt. Und vor allem darf sie, was sein ” Baby” betrifft, womoeglich sogar ihn selbst, nicht “allzu” kritisch sein. Da duerfte Tuchel, ehrlich wie er ist, ins Schwarze getroffen haben. Wie der Trainerjob in diesem Verein inzwischen “gesehen” wird, darf man ueberall lesen und hoeren. Selbst im Doppelpass. Zumindest das sollte dem Patriarchen massiv zu Denken geben, Korrektur : ” beunruhigen”.

Dreesen und Fussball,o Gott..

Einvernehmlich ist immer die Aussage wenn man jemand keine andere Wahl gelassen hat als einen gleich rauszuschmeißen oder “einvernehmlich” am Saisonende zu gehn. Natürlich wenn Tuchel merkt dass der Verein nicht mit dem was er will mitgehn will dann will er natürlich auch nicht mehr, weil dann macht es keinen Sinn. Für die Vereinsführung der Bayern soll der Trainer nur Hampelmann und Erfüllungsgehilfe sein. Mitspracherecht hat er nur wenn dass was er vor hat denen in den Kram passt. Ob er dann mit dem was man ihm gibt dann auch Erfolg haben kann ist denen egal. Hauptsache sie können sich dann selbst profilieren und jetzt dann im Sommer für den Umbruch stehn, dabei hat Tuchel auf alle Probleme die da sind hingewiesen darf dann aber nicht die Früchte des Umbruchs arbeiten weil sich Kimmich und Goretzka bei der Vereinsführung ausgeheult haben. TT hat sicherlich nicht alles richtig gemacht aber Klopp und Guardiola haben es bei Liverpool und City auch nicht und sind immer noch im Amt. Man kann auch noch mehr Toptrainer verschleißen weil man meint man müsste jedes Mal die Spieler bestimmen lassen wer denn der Trainer ist. Den Herren passt es auch nicht das Tuchel nicht nachgibt wenn er was will, weil er im Gegensatz zu Hainer und Dreeßen Ahnung vom Fußball hat und weiß wie man erfolgreich sein kann. Ich fand die Entlassung von Nagelsmann schon zum Kotzen der den FC Bayern liebt.

Dann holt man mitten in der Saison nen Toptrainer wie Tuchel der dann sich das antut und einen völlig anderen Stil als Nagelsmann spielen lässt woran sich die Spieler gewöhnen müssen. Dann hat er gesagt was er für Spieler braucht damit die Anpassung funktioniert aber man hat ihm nur Kane gegeben statt einen dringend notwenigen Spieler fürs zentrale Mittelfeld der in der Lage ist den Rhythmus zu bestimmen und den Anspruch hat auch ein Führungsspieler zu werden. Tuchel hat den Weg zum Erfolg aufgezeigt aber die Herren waren stur und wollten es nicht umsetzen. Selbst Schuld…Vereinsführung Note 6, Spieler Note 4, TT 3-4 weil er zu sehr mit dem Kopf durch die Wand wollte, das hat einige eben überfordert. Er ist halt kein Diplomat.