Der Wechsel von Nathaniel Brown zum FC Bayern ist perfekt. Nun kommt heraus: Der Rekordmeister hatte den Nationalspieler bereits vor vielen Jahren auf dem Zettel – lange bevor ihm der Durchbruch im Profifußball gelang.
Nathaniel Brown zählt zu den spannendsten Neuzugängen des FC Bayern in diesem Sommer. Der 23-Jährige überzeugte zuletzt mit starken Leistungen bei Eintracht Frankfurt und in der deutschen Nationalmannschaft und soll künftig die linke Abwehrseite des Rekordmeisters verstärken.
Wie sich jetzt herausstellt, hätte Brown allerdings schon deutlich früher in München landen können.
Bayern meldete sich schon zu Regensburger Zeiten
Gegenüber der Abendzeitung München verriet Browns Ziehvater Christian Lichtenauer, dass sich der FC Bayern bereits während dessen Jugendzeit intensiv mit dem heutigen Nationalspieler beschäftigt hatte.
Brown spielte damals für Jahn Regensburg und entwickelte sich dort schnell zu einem der auffälligsten Talente seines Jahrgangs. „Beim Jahn hat er dann schnell überzeugt und wurde zu einem der besten Spieler im Team, sodass dann verschiedene Vereine an uns herangetreten sind“, erklärte Lichtenauer.
Zu den interessierten Klubs gehörte neben dem FC Bayern auch der FC Ingolstadt sowie der 1. FC Nürnberg. „Ingolstadt, die damals in der Bundesliga waren, und der 1. FC Nürnberg. Auch Bayern München hat uns zu einer ersten Kontaktaufnahme eingeladen“, berichtete Lichtenauer.
Letztlich entschieden sich Brown und sein Umfeld jedoch gegen einen Wechsel nach München.
„Da war aber die Überlegung noch nicht so groß, dass sie den Jungen holen, weil die Entfernung für uns sehr weit gewesen wäre. Da wäre seine einzige Möglichkeit gewesen, ins Internat zu gehen. Auch deswegen haben wir uns dann für Nürnberg entschieden“, erklärte Browns Ziehvater.
Der Umweg führte zurück nach München

Die Entscheidung für Nürnberg erwies sich im Nachhinein als goldrichtig.
Dort entwickelte sich Brown kontinuierlich weiter und schaffte schließlich den Sprung in den Profifußball. Über Eintracht Frankfurt gelang ihm anschließend der endgültige Durchbruch auf höchstem Niveau. Mit starken Leistungen spielte sich der Linksverteidiger sogar in die deutsche Nationalmannschaft und empfahl sich für den FC Bayern.
Nun schließt sich gewissermaßen ein Kreis.
Viele Jahre nach der ersten Kontaktaufnahme hat der Rekordmeister den Transfer doch noch realisiert. Brown bringt genau das Profil mit, das Vincent Kompany für seine Spielidee sucht: Tempo, Intensität und Vielseitigkeit.
Dass sich der FC Bayern schon in Browns Jugendjahren mit ihm beschäftigte, zeigt zudem einmal mehr, wie früh die Münchner vielversprechende Talente beobachten – auch wenn nicht jeder Transfer sofort zustande kommt.

