Mit einer Aussage über den Transfer von Harry Kane hat Thomas Tuchel beim FC Bayern offenbar für Verwunderung gesorgt. Laut einem Bericht entsprach die Darstellung des ehemaligen Bayern-Trainers nicht den internen Abläufen rund um den Mega-Deal.
Harry Kane entwickelte sich nach seinem Wechsel zum FC Bayern schnell zum absoluten Erfolgsgaranten. Umso mehr sorgte nun eine Aussage von Ex-Trainer Thomas Tuchel für Gesprächsstoff. Nach dem 3:2-Erfolg Englands im WM-Achtelfinale gegen Mexiko erklärte der heutige Nationaltrainer der Three Lions: „Ich bin immer noch froh, dass ich dafür gekämpft habe, ihn zum FC Bayern München zu holen – gegen einige andere Meinungen.“
Nach Informationen der Sport BILD sorgte diese Aussage an der Säbener Straße allerdings für Stirnrunzeln. Demnach soll die Verpflichtung des englischen Torjägers keineswegs maßgeblich auf Tuchel zurückzuführen gewesen sein. Vielmehr hätten sich die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters bereits vor dessen Amtsantritt intensiv mit Kane beschäftigt und den Transfer langfristig vorbereitet.
Der Bericht geht sogar noch weiter: Demnach soll Tuchel im Sommer 2023 zunächst selbst zu denjenigen gehört haben, die einem Kane-Transfer eher zurückhaltend gegenüberstanden. Die Bayern-Bosse hingegen hätten den Wechsel unbedingt realisieren wollen und den Deal mit großer Entschlossenheit vorangetrieben.
Bayern trieb den Mega-Transfer voran
Vor allem Vorstandschef Jan-Christian Dreesen spielte laut Sport BILD eine entscheidende Rolle. Der Klubchef reiste demnach gleich mehrfach nach London, um persönlich mit Tottenham-Boss Daniel Levy zu verhandeln und den komplizierten Transfer über die Bühne zu bringen. Am Ende wechselte Kane für eine Ablösesumme von rund 100 Millionen Euro nach München.

Auch bei weiteren Personalfragen sollen Tuchel und die Bayern-Verantwortlichen nicht immer einer Meinung gewesen sein. Laut dem Bericht hätte sich der 52-Jährige unter anderem Verpflichtungen von Declan Rice, Mason Mount und Gabriel Martinelli gewünscht. Zudem soll Tuchel einem Verkauf von Joshua Kimmich offen gegenübergestanden haben. In allen Fällen entschieden sich die Klubbosse jedoch gegen die Vorstellungen ihres damaligen Trainers.

