„Müssen sich keine Gedanken machen“: Erste Klopp-Ansage an Bayern

Foto: IMAGO

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Jürgen Klopp hat seine Arbeit als neuer Bundestrainer offiziell aufgenommen. Bei seiner Vorstellung in Frankfurt machte der 59-Jährige deutlich, dass die deutsche Nationalmannschaft nach dem enttäuschenden WM-Aus gegen Paraguay vor einem umfassenden Neustart steht. Dabei sprach Klopp nicht nur über seine sportlichen Vorstellungen, sondern richtete auch eine klare Botschaft an den FC Bayern.

Mit einem Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030 soll der frühere Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool die DFB-Auswahl zurück in die Weltspitze führen. Sein Debüt an der Seitenlinie wird Klopp am 24. September im Nations-League-Spiel gegen die Niederlande feiern.


Schon bei seiner Antrittspressekonferenz machte der neue Bundestrainer deutlich, dass er die vergangenen Monate genau analysiert hat. „Wir werden jeden Stein umdrehen“, kündigte Klopp an und stellte gleichzeitig klar, dass Deutschland zunächst wieder eine realistische Erwartungshaltung entwickeln müsse.

„Da wird gefragt: Sind wir so gut wie Frankreich? Und die Antwort lautet nein – dann stimmt das nicht“, erklärte der 59-Jährige. Zwar verfüge Frankreich über enorme Qualität, dennoch könne Deutschland jeden Gegner schlagen.

Klopp will die Begeisterung zurückbringen

Für Klopp geht es jedoch nicht nur um Ergebnisse. Vielmehr möchte er die Identifikation der Fans mit der Nationalmannschaft wieder stärken. „Es ist eine Weile her, wo ich Länderspiele links und rechts von großen Turnieren geguckt habe. Ich hätte echt gerne, dass wir alle wieder alle Länderspiele gucken“, sagte der neue Bundestrainer. Erfolgreicher Fußball könne „ein Land verändern“, betonte Klopp.

Auch seine grundsätzliche Spielidee skizzierte der 59-Jährige bereits. Gegenpressing werde weiterhin eine zentrale Rolle spielen, gleichzeitig wolle er eine stabile Grundordnung und eine klare Spielphilosophie etablieren.

„Gegenpressing wird ein wichtiges Thema sein, eine stabile Formation, eine klare Fußballidee“, erklärte Klopp. Gleichzeitig kündigte er Veränderungen im Vergleich zu einigen Bundesliga-Topteams wie dem FC Bayern an: „Wir werden keine Manndeckung spielen. Aber die beste Mannschaft in Deutschland spielt Manndeckung.“


 

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft zog Klopp zudem eine klare Erkenntnis: „Die Mannschaften, die das Turnier gewinnen konnten, haben hinten mit vier Mann gespielt. Das werden wir auch tun. Wir werden auch mit Flügeln spielen. Die Spielmacher der heutigen Generation sind auf dem Flügel.“

Klare Botschaft an den FC Bayern

Besonders interessant aus Münchner Sicht war Klopps Aussage zum Verhältnis zwischen dem DFB und dem FC Bayern. Mit ihm selbst, Co-Trainer Sven Bender und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke bekleiden gleich drei Persönlichkeiten mit Borussia-Dortmund-Vergangenheit wichtige Positionen im Verband.

Einen Einfluss auf Nominierungen werde das jedoch nicht haben. „Die Bayern müssen sich keine Gedanken machen, weil Aki, Sven Bender und ich jetzt da sind, dass wir nur noch Dortmunder einladen. Oder weil ich bei RB gearbeitet habe“, stellte Klopp unmissverständlich klar.

Damit dürfte der neue Bundestrainer vor allem den zahlreichen Bayern-Nationalspielern frühzeitig ein Signal senden. Für Klopp zählen ausschließlich Leistung, Qualität und die passende Einstellung – unabhängig davon, für welchen Verein ein Spieler aufläuft. Die Grundlage für den angekündigten Neuanfang beim DFB ist damit gelegt.

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