Bayern verliert die Tabellenführung – Dreesen findet das sogar gut

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Der FC Bayern hat nach dem 0:0 beim FC Schalke 04 erstmals seit September 2024 die Tabellenführung in der Bundesliga abgegeben. Nach zwei Spieltagen stehen die Münchner bei vier Punkten. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sieht stärkere Konkurrenz im deutschen Oberhaus allerdings keineswegs nur negativ.

Im SPORT1-Doppelpass sprach Dreesen darüber, welchen Einfluss ein enger Titelkampf auf den Rekordmeister haben kann. Aus seiner Sicht benötigt die Mannschaft regelmäßigen sportlichen Druck, um dauerhaft ihr höchstes Leistungsniveau abzurufen.


„Konkurrenz ist wirklich gut für uns, und wir brauchen eine Herausforderung in der Liga“, erklärte der 59-Jährige.

Die Aussagen sind durchaus bemerkenswert. Bayern hat die Bundesliga in den vergangenen Jahren über weite Strecken dominiert. Für Dreesen bedeutet ein komfortabler Vorsprung jedoch nicht automatisch einen Vorteil mit Blick auf die großen Aufgaben in der Champions League.

Dreesen erinnert an Guardiola-Erfahrung

Der Bayern-Boss erinnerte in diesem Zusammenhang an die Saison 2014/15 unter Pep Guardiola. Damals hatten sich die Münchner für das Halbfinale der Champions League qualifiziert. In der Bundesliga nahm der damalige Bayern-Coach gegen den FC Augsburg zahlreiche Veränderungen vor.

„Wir hatten uns für das Halbfinale der Champions League qualifiziert – und er spielte mit einer B-Mannschaft gegen Augsburg. Wir haben natürlich verloren – und auch das Halbfinale der Champions League“, so Dreesen.

Für den Vorstandsvorsitzenden zeigt diese Erfahrung, dass sich die Form einer Mannschaft nicht einfach über gezielte Pausen und Rotation steuern lässt. Spieler für einen internationalen Höhepunkt zu schonen, bedeutet demnach nicht automatisch, dass sie wenige Tage später ihre maximale Leistungsfähigkeit abrufen.

„Ich glaube nicht, dass man das so berechnen kann. Und ich glaube auch nicht, dass man die Belastungssteuerung so präzise steuern kann, dass die Spieler genau ihre Höchstleistung abrufen und in der Champions League 100 Prozent geben können“, betonte Dreesen.

„Sie spornt uns an, noch besser zu spielen“

Stattdessen sieht der Bayern-Boss einen Vorteil darin, auch im Bundesliga-Alltag permanent gefordert zu werden. Ein enger Wettbewerb könne dafür sorgen, dass die Mannschaft nicht nachlässt und regelmäßig an ihre Leistungsgrenze gehen muss.

„Deshalb ist Konkurrenz gut für uns. Sie spornt uns an, noch besser zu spielen“, erklärte Dreesen.

Wie schnell Bayern in der Bundesliga Punkte liegen lassen kann, zeigte bereits das Gastspiel auf Schalke. Trotz deutlicher Ballbesitzvorteile und mehrerer Möglichkeiten fand die Mannschaft von Vincent Kompany beim Aufsteiger kein Mittel zum entscheidenden Treffer.

Das Remis hatte auch Auswirkungen auf die Tabelle. Nach 67 Bundesliga-Spieltagen in Folge an der Spitze steht der deutsche Rekordmeister erstmals seit dem 1. September 2024 nicht mehr auf Platz eins.

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