Bayern rüstet auf: Kompany bekommt neuen Spionage-Schutz

Foto: IMAGO

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Der FC Bayern baut die Säbener Straße derzeit umfangreich um. Dabei geht es nicht nur um modernere Trainingsbedingungen für die Profis. Auch beim Thema Geheimtraining rüsten die Münchner kräftig auf. Ein neues XXL-System soll Vincent Kompany und seine Mannschaft künftig noch konsequenter vor neugierigen Blicken schützen.

Wer bislang versucht hat, einen Blick auf das nicht öffentliche Training der Bayern zu erhaschen, hatte es bereits schwer. Künftig könnte es nahezu unmöglich werden.


Wie die BILD berichtet, entsteht rund um den neuen Trainingsplatz ein umfangreicher Sichtschutz. Dafür wurden bereits knapp zehn Meter hohe Zaunpfosten aufgestellt.

Das Besondere ist allerdings die Konstruktion, die zwischen diesen Pfosten zum Einsatz kommen soll. Geplant ist ein großes Seilsystem, mit dessen Hilfe eine Sichtschutzplane elektrisch hochgezogen werden kann.

Bayern testet neues XXL-Seilsystem

Am Dienstagvormittag wurde die neue Konstruktion erstmals getestet, zunächst noch ohne die eigentliche Plane. An den oberen Enden der Pfosten befinden sich demnach zahlreiche kleine Seilwinden. Diese ziehen ein langes Stahlrohr nach oben, an dem später der Sichtschutz befestigt werden soll.

Zusätzliche Stabilitätspfosten sollen dafür sorgen, dass die Konstruktion auch bei Wind sicher bleibt. Ist die Plane vollständig hochgezogen, soll der Einblick auf den Trainingsplatz und weite Teile des Geländes nahezu komplett verhindert werden.

Damit reagieren die Bayern offenbar auch auf die Wünsche von Kompany. Der 40-Jährige legt großen Wert darauf, taktische Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen zu können.

Nach seiner Rückkehr von der Asienreise verschaffte sich der Belgier bereits persönlich einen Eindruck vom Stand der Arbeiten. Gemeinsam mit Sportdirektor Christoph Freund begutachtete Kompany am vergangenen Samstag die Baustelle und soll sich dabei insbesondere die neuen Zaunkonstruktionen angesehen haben.

Abschottung unter Kompany nimmt weiter zu

Komplett neu ist das Thema Geheimtraining an der Säbener Straße allerdings nicht. Schon Pep Guardiola ließ Teile des Trainingsgeländes mit einer großen grauen Gardine abschirmen. Diese Konstruktion erwies sich bei Wind und niedrigen Temperaturen jedoch immer wieder als problematisch.

Unter Julian Nagelsmann wurde schließlich auch ein weiterer Trainingsplatz mit herunterfahrbaren Rollos ausgestattet. Doch auch bei diesem System soll es regelmäßig technische Schwierigkeiten gegeben haben.

Nun folgt unter Kompany die nächste Ausbaustufe. Der Belgier kennt aus seiner Zeit in England Trainingsbedingungen, bei denen Mannschaften weitgehend abgeschottet von Fans, Medien und möglichen Beobachtern arbeiten können.

Mit dem neuen XXL-Seilsystem schaffen die Bayern dafür jetzt auch an der Säbener Straße bessere Voraussetzungen. Für Kompany bedeutet das mehr Ruhe bei taktischen Einheiten. Für Fans dürfte es dagegen künftig noch schwieriger werden, außerhalb der öffentlichen Trainingseinheiten einen Blick auf Kane, Kimmich und Co. zu werfen.

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