Wird Urbig die deutsche Nummer 1? Das denkt Neuer

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Jonas Urbig gilt als möglicher Torhüter der Zukunft beim FC Bayern und könnte perspektivisch auch beim DFB eine wichtige Rolle spielen. Manuel Neuer traut seinem jungen Teamkollegen den ganz großen Schritt jedenfalls zu.

Beim FC Bayern ist Jonas Urbig längst mehr als nur ein klassischer Ersatzkeeper. Die Münchner wollen den 22-Jährigen Schritt für Schritt auf größere Aufgaben vorbereiten. Dabei geht es perspektivisch nicht nur um die Nachfolge von Manuel Neuer beim deutschen Rekordmeister. Auch im DFB-Tor könnte Urbig in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.


Neuer selbst hat jedenfalls großes Vertrauen in seinen Teamkollegen. Im Interview mit Sky wurde der Bayern-Kapitän darauf angesprochen, ob Urbig eines Tages auch die deutsche Nummer eins werden kann.

„Ich glaube, dass man ihm auf jeden Fall vertrauen kann. Er hat das in allen Wettbewerben auch gezeigt. Egal, ob es jetzt die Bundesliga ist, im Pokal oder auch international in der Champions League, gegen die besten Mannschaften zu spielen, gute Leistung zu zeigen. Da habe ich ein sehr gutes Gefühl“, erklärte Neuer.

Neuer schwärmt von Zusammenarbeit mit Urbig

Urbig hat sich seit seinem Wechsel zum FC Bayern kontinuierlich weiterentwickelt und bereits auf höchstem Niveau Erfahrungen gesammelt. Gerade seine Einsätze in wichtigen Partien haben gezeigt, dass ihm die Verantwortlichen einiges zutrauen.

Von einem klassischen Konkurrenzkampf zwischen dem Routinier und seinem möglichen Nachfolger möchte Neuer allerdings nichts wissen. Stattdessen betont der 40-Jährige die enge Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Torwartgruppe.

„Wir haben ein sehr offenes Verhältnis. Wir arbeiten mit Liebe an unserem Job und versuchen, uns gegenseitig zu pushen. Dann haben wir auch dieselben Interessen. Es wird jetzt oft über Jonas und mich geschrieben, aber im Grunde genommen sind wir im Torwart-Team alle gleich“, sagte Neuer.

Auch Sven Ulreich und die Nachwuchskeeper bezog der Bayern-Kapitän ausdrücklich mit ein: „Wir verstehen uns gut. Wir arbeiten sehr hart, auch mit Sven Ulreich und mit den jungen Torleuten, die bei uns aushelfen, und auch mit den Torwarttrainern. Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis, haben Spaß einfach am Training, an den Spielen und versuchen immer das Beste für die Mannschaft herauszuholen.“

Für Urbig ist die Zusammenarbeit mit Neuer besonders wertvoll. Schließlich kann der junge Schlussmann täglich von einem der erfolgreichsten deutschen Torhüter überhaupt lernen. Gleichzeitig sollen seine eigenen Einsatzzeiten beim FC Bayern sukzessive steigen.

Neuer über frühes WM-Aus: „Sehr bitter“

Wie lange Neuer selbst noch zwischen den Pfosten stehen wird, ist derweil nicht endgültig entschieden. Zuletzt machte der Weltmeister von 2014 deutlich, dass ein Karriereende nach der laufenden Saison zwar wahrscheinlich, aber noch keineswegs zu 100 Prozent beschlossen ist.

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Nach dem enttäuschenden frühen WM-Aus ist Neuer jedenfalls froh darüber, noch weitere sportliche Ziele verfolgen zu können. „Das war natürlich sehr bitter und enttäuschend für uns alle gewesen. Man ist erstmal in so einem kleinen Loch, das muss jeder für sich selbst verarbeiten. Für mich war es dann doch sehr gut gewesen, dass ich nicht meine Karriere beendet habe, sondern dass es noch weitergeht, dass man noch weitere Ziele im Profifußball hat“, erklärte er.

Und weiter: „Das wäre schon echt bitter gewesen, wenn das mein letztes Spiel als Fußballer gewesen wäre. Und das waren die Sachen, die mich im Fußball-Business so ein bisschen am Leben gehalten haben. Darauf freue ich mich jetzt einfach auf meine Ziele, die wir gemeinsam mit der Mannschaft haben. Und ja, dafür lebe ich.“

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