Florian Wirtz und der FC Bayern – obwohl der deutsche Nationalspieler seit 2025 für den FC Liverpool spielt, ist das Thema in München noch immer nicht vollständig verschwunden. Nach einer schwierigen ersten Saison läuft es für den ehemaligen Leverkusener auch in seinem zweiten Jahr an der Anfield Road bislang nicht wie erhofft.
Walter M. Straten, stellvertretender Sport-Chefredakteur der BILD, bringt deshalb einen neuen Bayern-Anlauf ins Spiel. In einem Meinungsbeitrag zur langfristigen Kaderplanung des Rekordmeisters fordert er die Münchner auf, die Situation des Offensivspielers genau zu verfolgen.
Der Hintergrund ist auch das Champions-League-Finale 2028. Nachdem Bayern 2012 das Endspiel in der eigenen Arena gegen Chelsea verloren hatte und 2025 das Finale in München verpasste, soll der dritte Anlauf unbedingt erfolgreicher verlaufen.
„Falls es auch in der zweiten Saison nichts wird mit Wirtz, sollten die Bayern bereitstehen“, schreibt Straten.
Wirtz bleibt ein Thema rund um Bayern
Schon vor seinem Liverpool-Wechsel galt Wirtz als absolutes Wunschziel des FC Bayern. Vor allem Uli Hoeneß hatte sich öffentlich für eine Verpflichtung starkgemacht. Am Ende entschied sich der Nationalspieler jedoch gegen München und für den Schritt in die Premier League.
Dass sich Bayern tatsächlich bereits wieder konkret mit einer Verpflichtung beschäftigt, ist aktuell allerdings nicht bekannt. Zuletzt gab es zwar entsprechende Spekulationen, nach BILD-Informationen bereiten die Münchner derzeit aber keinen neuen Vorstoß vor.

Stratens Forderung ist deshalb vor allem als Zukunftsszenario zu verstehen. Sollte sich Wirtz in Liverpool dauerhaft nicht durchsetzen und ein Wechsel irgendwann zum Thema werden, sollten die Bayern aus seiner Sicht sofort ihre Möglichkeiten prüfen.
Dabei bringt der BILD-Vize auch Michael Olise ins Spiel: „Zumal keiner weiß, ob Olise noch ein weiteres Jahr zu halten ist. Verraten hat’s der schweigsame Superstar bestimmt noch keinem.“
Bayern plant langfristig für 2028
Neben Wirtz sieht Straten weitere zentrale Aufgaben auf die Münchner zukommen. Im Tor müsse die Nachfolge von Manuel Neuer endgültig geklärt werden. Jonas Urbig gilt als designierte Nummer eins, während Augsburgs Finn Dahmen als möglicher neuer Backup gehandelt wird.
Auch Joshua Kimmich spielt in den Überlegungen eine Rolle. Straten spricht sich dafür aus, den aktuellen DFB-Kapitän perspektivisch auch beim FC Bayern mit der Binde auszustatten.
Besonders spektakulär bleibt allerdings die Personalie Wirtz. Einen konkreten Transferplan gibt es derzeit nicht. Sollte sich dessen Situation beim FC Liverpool jedoch nicht verbessern, könnte die Diskussion erneut Fahrt aufnehmen.
Stratens Position ist jedenfalls eindeutig: Bayern sollte dann bereitstehen und seine zweite Chance beim einstigen Wunschspieler nutzen.

