Kompany abgeschlagen! Trainer-Ranking sorgt für Verwunderung

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Vincent Kompany hat mit dem FC Bayern eine starke Saison hinter sich. Der Belgier führte die Münchner zum Double und bis ins Halbfinale der Champions League. In einem aktuellen Ranking der besten Vereinstrainer Europas von ESPN reicht das dennoch lediglich für Platz neun – und einige Namen vor dem Bayern-Coach dürften durchaus für Diskussionen sorgen.

Für die Rangliste von ESPN wurden zunächst rund 50 Trainer betrachtet und anschließend auf eine Top 30 reduziert. Zusätzlich flossen Einschätzungen von Trainern, Sportdirektoren, Geschäftsführern und Chefscouts aus der Fußballbranche ein.


Bewertet wurden die Coaches anhand von sechs Kategorien: trainerisches Gespür, Spielstil, Personalführung, Kommunikation, bisherige Erfolge sowie ein sogenannter X-Faktor, der unter anderem Innovationsfähigkeit, Zukunftspotenzial und Widerstandsfähigkeit berücksichtigt.

An der Spitze landet PSG-Coach Luis Enrique vor Pep Guardiola und Arsenal-Trainer Mikel Arteta. Dahinter folgen Hansi Flick, Unai Emery, Gian Piero Gasperini, Xabi Alonso und Arne Slot. Erst auf Position neun folgt Kompany. Die Top 10 komplettiert Christian Chivu.

Kompany trotz Bayern-Double nur auf Platz neun

Gerade mit Blick auf die vergangene Saison erscheint Kompanys Platzierung zumindest diskutabel. Der 40-Jährige führte den FC Bayern zur deutschen Meisterschaft und zum Gewinn des DFB-Pokals.

Auch international gehörten die Münchner unter Kompany zu den besten Mannschaften Europas. In der Champions League erreichte der deutsche Rekordmeister das Halbfinale und scheiterte dort nur knapp an Paris Saint-Germain.

Kompany hat damit innerhalb kurzer Zeit nicht nur Titel nach München geholt, sondern auch die sportliche Entwicklung der Mannschaft vorangetrieben. Dennoch werden gleich acht Trainer vor ihm eingestuft.

Besonders interessant ist der Vergleich mit Arne Slot. Der Niederländer landet auf Rang acht und damit unmittelbar vor Kompany, obwohl seine vergangene Saison bei Liverpool ohne Titel endete. Ende Mai musste Slot seinen Posten bei den Reds sogar räumen.

Gemessen an den unmittelbaren sportlichen Ergebnissen der vergangenen Spielzeit hat Kompany damit die deutlich erfolgreichere Bilanz vorzuweisen.

Auch Flick deutlich vor Kompany

Noch größer ist der Abstand zu Hansi Flick. Der ehemalige Bayern-Coach wird auf Platz vier geführt und liegt damit fünf Positionen vor Kompany.

Flick führte den FC Barcelona zwar zur spanischen Meisterschaft, in der Champions League war für die Katalanen jedoch bereits im Viertelfinale Schluss. Kompany holte mit den Bayern dagegen zwei nationale Titel und erreichte zusätzlich die Runde der letzten Vier in der Königsklasse.

Natürlich berücksichtigt das Ranking ausdrücklich mehr als die Resultate einer einzelnen Saison. Aspekte wie die gesamte Trainerkarriere, Spielstil, Kommunikation und Personalführung fließen ebenfalls in die Bewertung ein. Gerade bei Flick dürfte zudem seine erfolgreiche Vergangenheit mit dem FC Bayern eine Rolle spielen.

Dennoch zeigt die Platzierung, dass Kompany international offenbar nicht den Stellenwert besitzt, den seine jüngsten Ergebnisse vermuten lassen könnten.

Der Belgier hat allerdings die Möglichkeit, das in der neuen Saison zu ändern. Nach dem Double haben die Bayern bereits deutlich gemacht, dass sie auch in der Champions League den nächsten Schritt machen möchten. Sollte Kompany den Rekordmeister tatsächlich zurück ins Finale oder sogar zum Henkelpott führen, dürfte es künftig deutlich schwieriger werden, acht Trainer vor ihm zu platzieren.

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