250-Millionen-Deal in Gefahr? Viessmann lässt den FC Bayern zappeln

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Der FC Bayern möchte die letzten verfügbaren Anteile an seiner Fußball-AG offenbar verkaufen. Viessmann gilt dabei als klarer Wunschkandidat der Münchner. Von einem unmittelbar bevorstehenden 250-Millionen-Euro-Deal kann allerdings keine Rede sein.

In den vergangenen Tagen sorgten Berichte über einen möglichen Einstieg der Viessmann Generations Group beim FC Bayern für Aufsehen. tz und Münchner Merkur hatten berichtet, dass fünf Prozent der FC Bayern München AG für rund 250 Millionen Euro an das Unternehmen von Max Viessmann verkauft werden könnten.


Nachdem die Abendzeitung München bereits konkrete Verhandlungen dementiert hatte, liefert der kicker nun weitere Hintergründe. Demnach wollen die Bayern einen Verkauf der noch verfügbaren Anteile tatsächlich „enorm vorantreiben“. Viessmann soll dabei als neuer Anteilseigner gewonnen werden.

Der entscheidende Punkt: Der potenzielle Käufer hat offenbar deutlich weniger Eile als der deutsche Rekordmeister.

Bayern will Viessmann – aber über den Preis wurde noch nicht gesprochen

Nach kicker-Informationen sieht Max Viessmann derzeit keinen Grund, einen möglichen Einstieg kurzfristig voranzutreiben. Über konkrete Summen sei zwischen den Parteien bislang ohnehin nicht gesprochen worden.

Damit sind auch die kolportierten 250 Millionen Euro für fünf Prozent der Anteile derzeit nicht als ausgehandelter Kaufpreis zu verstehen. Eine kurzfristige Einigung und der damit verbundene Geldregen für die Münchner sind folglich nicht in Sicht.

Grundsätzlich beschäftigt sich der FC Bayern schon länger mit der Möglichkeit, seine letzten verfügbaren Anteile zu veräußern. Der Verein hält 75,01 Prozent an der FC Bayern München AG, während Adidas, Audi und Allianz jeweils 8,33 Prozent besitzen. Bis zur festgelegten Grenze von 30 Prozent für externe Anteilseigner besteht somit noch Spielraum.

Viessmann gilt als strategischer Wunschpartner

Dass ausgerechnet Viessmann im Fokus steht, überrascht kaum. Das Unternehmen ist seit 2018 Sponsor des FC Bayern und die Zusammenarbeit wurde über die Jahre kontinuierlich ausgebaut.

Auch Max Viessmann ist längst eng mit dem Klub verbunden. Seit 2025 gehört der Unternehmer dem Verwaltungsbeirat an und wird intern laut kicker als strategischer Partner hochgeschätzt. Sollte Viessmann tatsächlich Anteile erwerben, wäre damit auch ein Sitz im Aufsichtsrat verbunden.

Finanziell besitzt die Viessmann Generations Group ebenfalls entsprechende Möglichkeiten. 2023 wurde die Klimatechniksparte Viessmann Climate Solutions für rund zwölf Milliarden Euro an den US-Konzern Carrier verkauft.

Die Ausgangslage ist damit klar: Bayern möchte Viessmann als neuen Anteilseigner gewinnen und treibt dieses Vorhaben voran. Der vielfach diskutierte 250-Millionen-Euro-Deal steht jedoch keineswegs unmittelbar vor dem Abschluss. Solange weder konkrete Verhandlungen über die Summe geführt werden noch Viessmann selbst auf eine schnelle Entscheidung drängt, dürfte sich das Thema weiter hinziehen.

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