Eberl verteidigte ihn: Bericht über interne Kritik an Bayern-Chefscout

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Die Zukunft von Nils Schmadtke beim FC Bayern ist offenbar ungewiss. Während Max Eberl seinen engen Vertrauten öffentlich verteidigt, soll es intern schon seit Monaten Kritik am Chefscout geben. Dabei steht auch ein brisanter Verdacht im Raum.

Beim FC Bayern könnte es zu einer personellen Veränderung in der sportlichen Führung kommen. Nils Schmadtke steht Medienberichten zufolge vor dem Aus als Chefscout des deutschen Rekordmeisters. Besonders brisant: Intern soll die Arbeit des 37-Jährigen und seiner Abteilung bereits seit dem Frühjahr kritisch gesehen werden.


Laut einem Bericht von SPORT1 gibt es dabei nicht nur Diskussionen über die sportliche Arbeit der Scouting-Abteilung. Bestimmte Entscheidungsträger innerhalb des Vereins sollen auch den Verdacht haben, dass aus diesem Bereich immer wieder Informationen über die Personalplanungen des FC Bayern an die Öffentlichkeit gelangt sind.

Ob und in welchem Umfang dieser Verdacht tatsächlich eine mögliche Trennung beeinflusst, ist offen. Dem Bericht zufolge könnte die Kritik an Schmadtkes Abteilung jedoch eine Rolle bei der Entscheidung über seine Zukunft spielen.

Schmadtke ist erst seit Oktober 2024 Chefscout beim FC Bayern. Nach seinem Amtsantritt nahm er Veränderungen innerhalb der Scouting-Abteilung vor. Mit Sportvorstand Max Eberl verbindet ihn eine lange gemeinsame Vergangenheit aus ihrer Zeit bei Borussia Mönchengladbach.

Eberl nimmt Schmadtke öffentlich in Schutz

Eberl selbst wollte einen bevorstehenden Abschied seines Vertrauten nach dem 4:2-Testspielerfolg gegen den 1. FC Heidenheim nicht bestätigen. „Nein, das kann ich ehrlicherweise nicht bestätigen“, erklärte der 52-Jährige. Anschließend verwies er auf die bestehende Vertragssituation: „Nils hat noch ein Jahr Vertrag, so wie ich.“

Der Sportvorstand verteidigte Schmadtke zudem gegen die zunehmende öffentliche Kritik und bezog ihn ausdrücklich in seine Bewertung der sportlichen Arbeit ein. „Ich finde, wie die Mannschaft dasteht, das ist ein Gesamtwerk der sportlichen Leitung“, betonte Eberl.

Dass einzelne Verantwortliche und deren Leistungen hinterfragt werden, hält der Bayern-Boss grundsätzlich für legitim. Die aktuelle Diskussion um Schmadtke geht ihm allerdings zu weit: „Wie gesagt, man kann auch bei Personen immer über Qualität der Arbeit sprechen. Was jetzt gerade so passiert, diese ganze Welle die da entsteht, finde ich ehrlicherweise zu viel.“

Nils Schmadtke
Foto: IMAGO

Besonders wichtig sei ihm dabei der Umgang mit den betroffenen Personen. „Ob der jetzt bei Bayern weitermacht oder nicht, wir sollten Menschen nicht diffamieren. Das ist für mich gerade alles einen touch too much, was da über Nils Schmadtke geschrieben wird“, ergänzte Eberl.

Die Aussagen sind auch deshalb interessant, weil Eberl selbst vor einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern stehen soll. Sein aktuelles Arbeitspapier läuft ebenso wie das von Schmadtke noch bis 2027.

Vivell als möglicher Nachfolger gehandelt

Trotz Eberls öffentlicher Rückendeckung beschäftigen sich die Münchner offenbar bereits mit einer möglichen Nachfolgelösung. Christopher Vivell gilt laut tz als Kandidat, sollte die Zusammenarbeit mit Schmadtke tatsächlich beendet werden.

Der 39-Jährige leitet derzeit die Scouting-Abteilung von Manchester United und steht dort noch bis 2027 unter Vertrag. Zuvor arbeitete Vivell unter anderem für den FC Chelsea, RB Leipzig, die TSG Hoffenheim und RB Salzburg.

Aus seiner Zeit in Salzburg kennt er Bayern-Sportdirektor Christoph Freund bestens. Beide arbeiteten dort mehrere Jahre zusammen. Anders als Schmadtke besitzt Vivell dagegen keine gemeinsame berufliche Vergangenheit mit Eberl.

Sollten die Bayern Vivell tatsächlich aus Manchester holen wollen, wäre aufgrund seines laufenden Vertrags voraussichtlich eine Ablöse fällig. Zunächst bleibt allerdings abzuwarten, ob es überhaupt zur Trennung von Schmadtke kommt. Eberl hat die Berichte über ein bevorstehendes Aus seines Vertrauten jedenfalls öffentlich zurückgewiesen.

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