Bryan Zaragoza hat bei seiner Vorstellung bei Espanyol Barcelona mit einer rätselhaften Aussage über seine Zeit beim FC Bayern für Aufsehen gesorgt. Der Spanier deutete offenbar an, dass es rund um seine Zeit in München Dinge gibt, über die er lieber nicht sprechen möchte.
Zaragoza wechselte im Winter 2024 von Granada zum deutschen Rekordmeister. Durchsetzen konnte sich der Offensivspieler beim FC Bayern allerdings nie. Insgesamt absolvierte der heute 24-Jährige lediglich sieben Bundesliga-Spiele für die Münchner.
Anschließend wurde Zaragoza gleich mehrfach verliehen. Nach einer Leihe zu Osasuna folgten Stationen bei Celta Vigo und der AS Rom. Nun geht es für den Spanier zu Espanyol – bereits zum vierten Mal wurde er damit seit seinem Bayern-Wechsel verliehen.
Bei seiner Antritts-Pressekonferenz in Barcelona blickte Zaragoza nun auf seine bisherige Karriere zurück. Dabei fand der Spanier zunächst deutliche Worte über seine Rückkehr nach Spanien.
„So wie in Spanien fühle ich mich nirgendwo“, erklärte Zaragoza. Kurz darauf schien er auch seine Zeit beim FC Bayern ansprechen zu wollen – stoppte sich jedoch selbst.
„Und am Ende … besser, ich schweige dazu“, sagte der 24-Jährige. Was genau Zaragoza damit meinte, ließ er offen. Ob es sich um interne Abläufe, seine sportliche Situation oder persönliche Erfahrungen beim Rekordmeister handelt, bleibt damit unklar.
Klar ist allerdings, dass der Spanier seine Zeit in München rückblickend nicht als einfach empfand: „Es war nicht leicht für mich. Ich war damals 21 Jahre alt, war zuvor noch nie von zu Hause weg und bin direkt zu einem der größten Klubs der Welt gewechselt“, erklärte Zaragoza.
Zaragoza sucht Stabilität
Bei Espanyol soll nun ein neues Kapitel beginnen. Nachdem er in den vergangenen Jahren immer wieder den Verein wechseln musste, sehnt sich Zaragoza vor allem nach Konstanz.
„Ich brauche Stabilität und muss Zeit bei nur einem Verein verbringen. Dafür ist Espanyol ideal“, betonte der Offensivspieler.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass er bei seinem neuen Klub ohne großen Druck ankommen möchte: „Ich bin sehr glücklich, dort zu sein, wo ich sein will. Ich fühle keinen Druck. Ich bin hier, um meinen Job zu machen und alles für Espanyol zu geben.“

Beim FC Bayern hatte man Zaragoza zuvor bereits mitgeteilt, dass er in den Planungen von Vincent Kompany keine Rolle mehr spielt. Der aktuelle Deal mit Espanyol beinhaltet eine Kaufoption in Höhe von 8,5 Millionen Euro, die unter bestimmten Bedingungen – unter anderem bei einer bestimmten Anzahl an Einsätzen – zur Kaufpflicht werden kann.
Ob Zaragoza nach seiner Zeit in München tatsächlich einen Schlussstrich unter das Kapitel Bayern ziehen kann, wird sich damit in Barcelona zeigen. Seine kryptische Aussage lässt allerdings vermuten, dass der Abschied vom Rekordmeister für den Spanier nicht ausschließlich sportliche Gründe hatte.

