Bayern-Comeback nach langer Pause: Lennart Karl braucht noch Zeit

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Für Lennart Karl war das 0:0 des FC Bayern beim FC Schalke 04 trotz des enttäuschenden Ergebnisses ein weiterer wichtiger Schritt zurück zur Normalität. Erstmals in dieser Saison durfte der 18-Jährige wieder von Beginn an ran. Nach seiner langen Verletzungspause wurde allerdings auch deutlich, dass der Youngster noch etwas Zeit benötigt, um wieder sein altes Leistungsniveau zu erreichen.

Vincent Kompany gönnte Michael Olise in Gelsenkirchen zunächst eine Pause und setzte dafür auf Karl auf dem rechten Flügel. Der Youngster zeigte von Beginn an, dass er seine Chance nutzen wollte. Er bot sich immer wieder an, forderte viele Bälle und suchte den Weg in die Offensive.


Nach knapp einer Stunde war sein Arbeitstag beendet. In der 57. Minute machte Karl Platz für Jamal Musiala, der seinerseits nach einer Zwangspause sein Comeback feierte.

Für Karl war die Rückkehr in die Startelf der vorläufige Höhepunkt eines langen Weges zurück. Der Offensivspieler hatte sich vor der Weltmeisterschaft einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zugezogen und musste deshalb auch das Turnier verpassen.

Karl arbeitet sich Schritt für Schritt zurück

Besonders bitter war die Verletzung, weil Karl zuvor zum Shootingstar beim FC Bayern aufgestiegen war und auch für die Nationalmannschaft bei der WM fest eingeplant gewesen war. Statt auf der großen Bühne aufzutreten, musste er sich über Wochen und Monate zurückkämpfen.

Zuletzt hatte Kompany die Belastung seines Youngsters deshalb vorsichtig gesteigert. Beim 5:1 gegen den VfB Stuttgart sammelte Karl zunächst sechs Minuten, im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück waren es bereits 28 Minuten. Gegen Schalke folgte nun erstmals wieder ein Einsatz von Beginn an.

Dass noch nicht alles funktionierte wie vor seiner Verletzung, war dabei kaum überraschend. Im Zusammenspiel mit Nathaniel Brown, der zunächst wieder auf der Zehnerposition agierte, fehlte teilweise noch die gewohnte Abstimmung. Auch Karl selbst konnte seine offensiven Aktionen noch nicht so konsequent zu Ende spielen wie vor seiner langen Pause.

Dennoch dürfte für die Münchner zunächst entscheidend sein, dass der 18-Jährige wieder regelmäßig auf dem Platz steht und weitere Spielpraxis sammelt. Nach seiner starken Entwicklung in der vergangenen Saison sind die Erwartungen an das Offensivtalent entsprechend hoch.

Champions League auch ohne A-Liste möglich

Lennart Karl
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Auch auf internationaler Bühne könnte Karl in den kommenden Wochen wieder eine Rolle spielen. Obwohl sein Name nicht auf der A-Liste des FC Bayern für die Champions League steht, kann Kompany auf den Youngster zurückgreifen.

Möglich macht das die sogenannte B-Liste der UEFA. Dort können unter bestimmten Voraussetzungen junge Spieler gemeldet werden, die am oder nach dem 1. Januar 2005 geboren wurden und bereits über einen längeren Zeitraum für ihren Klub spielberechtigt sind.

Karl erfüllt die entsprechenden Voraussetzungen und kann deshalb auch kurzfristig über die B-Liste für Champions-League-Partien gemeldet werden. Für Kompany bedeutet das eine zusätzliche Option in der Offensive.

Nach seiner schweren Verletzung dürfte bei Karl allerdings weiterhin Geduld gefragt sein. Das Startelf-Comeback auf Schalke war ein wichtiger Schritt. Nun geht es darum, über weitere Einsätze wieder jene Form zu erreichen, mit der er in der vergangenen Saison seinen Durchbruch beim FC Bayern geschafft hatte.

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