Wer plaudert Interna aus? Neuer Maulwurf-Verdacht beim FC Bayern

Foto: IMAGO

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Die vermeintliche Mail-Affäre um Max Eberl sorgte im Sommer 2025 für reichlich Wirbel beim FC Bayern. Im Zuge des Transferpokers um Nick Woltemade waren interne Details aus den Verhandlungen öffentlich geworden. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen weist die damalige Interpretation einer angeblichen Entmachtung Eberls nun entschieden zurück – und lenkt den Blick stattdessen auf eine andere brisante Frage: Wer trägt solche Interna überhaupt nach außen?

Auslöser der damaligen Diskussion war eine Mail im Rahmen der Verhandlungen mit dem VfB Stuttgart. Nach BILD-Informationen soll Dreesen die Nachricht an die Schwaben verschickt haben, während Sportvorstand Eberl lediglich in Kopie gesetzt worden sei.


Daraus entstand der Eindruck, Eberl könnte beim Rekordmeister an Einfluss verloren haben und bei einem wichtigen Transfer nicht mehr federführend gewesen sein. Eine Interpretation, die Dreesen nicht nachvollziehen kann.

„Das war eine komplette Nonsens-Diskussion, ob einer in CC steht oder nicht“, erklärte der 59-Jährige im SPORT1-Doppelpass. „Daraus sind Sachen gemacht worden, die waren wirklich falsch.“

Dreesen stellt brisante Maulwurf-Frage

Laut Dreesen gab es für die Verteilung der Aufgaben eine einfache Erklärung. „Wobei das natürlich Quatsch ist“, sagte der Vorstandschef über die vermeintliche Entmachtung Eberls. „Wir haben uns aufgeteilt. Und damit der andere informiert ist, setzt du ihn eben mit in die Mail. Das ist etwas völlig Normales.“

Deutlich interessanter findet Dreesen offenbar die Frage, wie solche internen Abläufe überhaupt öffentlich werden konnten. Seine Aussagen lassen aufhorchen.

„Die Frage ist eher: Wer ist daran interessiert, so etwas in die Öffentlichkeit zu bringen und daraus eine Geschichte zu machen? Derjenige will demjenigen schaden. Wir wissen nicht, wer das gemacht hat.“

Damit spricht Dreesen zwar nicht ausdrücklich von einem Maulwurf innerhalb des FC Bayern. Seine Aussage rückt jedoch erneut die Frage in den Mittelpunkt, aus welchem Umfeld vertrauliche Informationen über interne Vorgänge an die Öffentlichkeit gelangen.

Bemerkenswert ist vor allem seine Einschätzung über die mögliche Motivation hinter der Weitergabe. Nach Ansicht Dreesens ging es dem Informanten offenbar nicht nur darum, ein internes Detail öffentlich zu machen. Vielmehr vermutet der Bayern-Boss dahinter die Absicht, einer Person zu schaden.

Maulwurf-Verdacht beschäftigt Bayern nicht zum ersten Mal

Für den FC Bayern ist die Diskussion um durchgestochene Interna keineswegs neu. Bereits in der Vergangenheit sorgten vertrauliche Informationen, die ihren Weg in die Öffentlichkeit fanden, immer wieder für Unruhe an der Säbener Straße.

Gerade bei Personalentscheidungen und Transferplanungen ist Diskretion für die Verantwortlichen von großer Bedeutung. Werden Verhandlungsstände oder interne Einschätzungen öffentlich, kann dies nicht nur für Unruhe innerhalb des Klubs sorgen, sondern auch laufende Gespräche beeinflussen.

Im Fall Woltemade führte das durchgesickerte Detail über die Mail vor allem zu Spekulationen über Eberls Stellung innerhalb der Bayern-Führung. Genau diese Darstellung weist Dreesen nun mit Nachdruck zurück.

Wer die Information damals weitergegeben hat und aus welchem Umfeld sie tatsächlich stammte, bleibt allerdings offen. „Wir wissen nicht, wer das gemacht hat“, stellte Dreesen klar.

Damit ist die vermeintliche Eberl-Affäre für den Vorstandschef zwar inhaltlich ausgeräumt. Gleichzeitig hat er mit seinen Aussagen eine neue Diskussion angestoßen: die alte und beim FC Bayern immer wiederkehrende Frage nach möglichen undichten Stellen rund um die Säbener Straße.

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