Nach dem 5:0-Sieg gegen Bodo/Glimt richtet sich der Blick beim FC Bayern bereits auf das Auswärtsspiel in Elversberg. Am Sonntag wartet auf den deutschen Rekordmeister eine schwierige Auswärtsaufgabe beim Aufsteiger, der überraschend stark in die neue Bundesliga-Saison gestartet ist.
Die SV Elversberg steht nach zwei Spieltagen mit sechs Punkten auf Platz 4 der Bundesliga-Tabelle. Sowohl gegen Bayer Leverkusen als auch bei Borussia Mönchengladbach setzte sich die Mannschaft durch. Für Bayern-Sportvorstand Max Eberl Grund genug, den kommenden Gegner nicht zu unterschätzen.
„Elversberg ist momentan die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga. Mit zwei Siegen gegen keine leichten Gegner, gegen Leverkusen und Gladbach auswärts, sechs Punkte einzufahren, ist schon äußerst bemerkenswert“, erklärte Eberl nach dem Champions-League-Auftakt gegen Bodo/Glimt.
Der Bayern-Verantwortliche betonte zugleich den großen Respekt vor der Arbeit des Aufsteigers: „Wir haben extrem großen Respekt, weil Elversberg in der 2. Liga schon sehr gut performt hat. Letztes Jahr haben sie es in der Relegation dann eben nicht ganz geschafft, jetzt haben sie es geschafft.“
Auch der Trainerwechsel hat laut Eberl bislang keinen großen Einfluss auf die Spielweise genommen. Horst Steffen hatte den Verein im Sommer 2025 verlassen und Vincent Wagner übernahm: „Obwohl ein neuer Trainer da ist, spielen sie trotzdem die gleiche Art von Fußball“, so Eberl.
Gegen Bayern muss die SVE nun allerdings auf Wagner verzichten – zumindest an der Seitenlinie. Nach seinem Platzverweis gegen Borussia Mönchengladbach muss der Trainer die Partie von der Tribüne verfolgen.
Elversberg legte zwar Einspruch ein und sogar Jan-Christian Dreesen schlug vor, auf eine Sperre zu verzichten, doch der DFB hielt an ihrer Entscheidung fest, Wagner für ein Spiel zu sperren.
Eberl hat „großen Respekt“
Max Eberl erwartet am Sonntag trotzdem einen gut eingestellten Gegner. Besonders beeindruckt zeigte sich der 52-Jährige von der Kaderplanung der Elversberger. Der Verein setzt regelmäßig auf junge Spieler, die sich über Leihgeschäfte entwickeln und anschließend ersetzt werden müssen.

„Sie holen Jungs dazu, die Lust haben, die gierig sind, die meistens geliehen sind und dann wieder zum anderen Verein zurückgehen. Dann finden sie neue Spieler. Also großen Respekt vor Elversberg und davor, was sie leisten“, erklärte Eberl.
Für Bayern gilt es nun, nach dem enttäuschenden Spiel auf Schalke auch in der Bundesliga ein Ausrufezeichen zu setzen. Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Bodo/Glimt in der Champions League soll gegen Elversberg der nächste Sieg folgen. Eberl machte jedoch deutlich, dass der Rekordmeister den Aufsteiger keinesfalls unterschätzt.

