Klopps DFB-Plan: Der Bundestrainer tut Bayern einen Gefallen

Foto: IMAGO

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

Jürgen Klopp hat bei seiner ersten Kadernominierung als Bundestrainer für ein Novum gesorgt. Er berief einen XXL‑Kader. Sogar einen doppelten. Ein Teil der Spieler wird die ersten beiden Spiele absolvieren, ein Teil die anderen beiden. 

Bayern-Stars wie Aleksandar Pavlovic, Jonathan Tah oder Joshua Kimmich sind mit dabei. Gleiches gilt für Serge Gnabry und Jamal Musiala, die sich bisher nicht oder bis jetzt nicht ganz im Rhythmus befinden.


Eben diese beiden Spieler sollen auch die gesamte Länderspielphase beim DFB verbringen. Das ist eine Maßnahme, die einen Vereinstrainer wie Vincent Kompany in der Vergangenheit aufgrund der hohen Belastung eher nicht erfreut hätte. Diesmal ist das aber anders.

Der Klopp-Plan für den DFB-Kader

Generell sieht der Plan von Jürgen Klopp zu seinem Amtsantritt vor, so viele Spieler wie möglich im Training live zu sehen. Sie in Zusammenfassungen oder live im Stadion zu beobachten, das ist eine Sache. Sie aber genauer im Blick zu haben, während er selbst die Maßstäbe setzt und die Vorgaben gibt, ist etwas Anderes.

Jürgen Klopp
Foto: IMAGO

Deswegen ist es für den Bundestrainer in der Nations League ideal möglich, Dinge auszuprobieren. Dieser Wettbewerb ist nämlich beendet, ehe die Qualifikation für die Europameisterschaft startet.

Klopp kann sein Team kennenlernen, eine Basis erarbeiten und diese Basis dann als Grundlage für die weiteren Spiele nehmen. Während der EM-Qualifikation kann sich das Team dann einspielen. Im Idealfall mit einigen Bayern-Stars als Achse.

Warum Klopp Bayern einen Gefallen tut

Vor seiner Nominierung tauschte sich der Neu-Bundestrainer mit verschiedenen Trainern aus, darunter natürlich auch mit Vincent Kompany. Dabei ging es auch um einzelne Personalien. Und Klopp traf Entscheidungen, die man beim FC Bayern gerne sehen wird.

„Tom wird in der zweiten Gruppe mit uns sein. In der ersten Gruppe wird er mit den U21s als ihr Kapitän sein. Das wurde auch mit Vincent Kompany abgesprochen. Er spielt auch nicht jede Woche drei Spiele, also wird er zuerst mit der U21 spielen und dann zu uns stoßen“, erläuterte Klopp etwa das Vorgehen bei Mittelfeldspieler Bischof.

Für Bayern ist das Vorgehen von Klopp nahezu ideal. Spieler, die oft spielen, so wie Kimmich oder Tah, werden nicht voll belastet und können vor dem nächsten Block an Pflichtspielen mit dem FC Bayern ein wenig regenerieren. Viel besser könnte es also nicht laufen.

Die Tatsache, dass Gnabry und Musiala permanent mit dem DFB-Kader trainieren, ist ebenso vorteilhaft. In München wäre nämlich angesichts der vielen Spieler, die auf Reisen sind, kaum ein reguläres und anspruchsvolles Mannschaftstraining möglich. Das kann ihnen Klopp bieten und sieht die beiden Spieler nicht nur täglich, sondern baut sie auch körperlich auf, damit sie danach beim Rekordmeister richtig durchstarten können.

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen
Teile diesen Artikel