Pyro-Eklat beim Bayern-Spiel: Neue Details sorgen für Wirbel

Foto: IMAGO

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Der Champions-League-Auftakt der Bayern-Frauen gegen Manchester City ist von einem Pyro-Vorfall überschattet worden. Während der Partie im Sportpark Unterhaching landeten brennende Bengalos auf dem Spielfeld. Besonders brisant: Die Pyrotechnik soll von außerhalb des Stadions geworfen worden sein.

Nach Informationen der BILD sollen mutmaßlich Ultras der SpVgg Unterhaching für die Aktion verantwortlich gewesen sein. Demnach wurden die Bengalos aus dem angrenzenden Biergarten in Richtung Spielfeld geworfen.


Der Vorfall ereignete sich ausgerechnet bei der Pflichtspiel-Premiere der Bayern-Frauen in ihrer neuen Heimat. 4.291 Zuschauer waren in den Sportpark gekommen, den der FC Bayern erst im Dezember 2025 für mehr als 7,5 Millionen Euro erworben hatte.

Brennender Bengalo liegt beim City-Tor auf dem Platz

Besonders für Diskussionen sorgte die Situation unmittelbar vor der Halbzeit. Bayern führte zu diesem Zeitpunkt nach einem Treffer von Giulia Gwinn und einem Eigentor von Kerstin Casparij mit 2:0.

In der 45. Minute erzielte Beth Mead den Anschlusstreffer für Manchester City. Während des Angriffs lag allerdings ein brennender Bengalo in der Bayern-Hälfte auf dem Rasen. Die Schiedsrichterin ließ die Partie trotzdem weiterlaufen und erkannte den Treffer zum 2:1 an.

Bei den Münchnerinnen stieß diese Entscheidung auf Unverständnis. Bayern-Direktorin Bianca Rech kritisierte noch in der Halbzeit: „Für mich muss die Schiedsrichterin das Spiel unterbrechen. Die Pyrotechnik lag schon eine Weile auf dem Platz.“

Der sportliche Ausgang geriet dadurch zumindest zeitweise in den Hintergrund. Nach der Pause parierte Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic zunächst einen Elfmeter von Khadija Shaw. Kurz vor Schluss gelang Carlotta Wamser jedoch noch der Treffer zum 2:2-Endstand.

Schon vor Bayern-Übernahme Gespräche mit Haching-Ultras

Der mutmaßliche Hintergrund des Pyro-Vorfalls sorgt für zusätzliche Brisanz. Mit der Übernahme des Sportparks durch den FC Bayern hat sich die Nutzung der langjährigen Hachinger Spielstätte verändert.

Dass dies innerhalb der aktiven Fanszene der SpVgg nicht vollkommen geräuschlos ablief, hatte Haching-Präsident Manfred Schwabl bereits nach dem Verkauf angedeutet. „Na ja, am Anfang gab es schon etwas zu bereden mit unseren Ultras. Aber das bekommen wir dann schon hin“, erklärte der 60-Jährige damals.

Ob tatsächlich Anhänger der SpVgg Unterhaching für die Bengalo-Würfe verantwortlich waren, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die BILD spricht ausdrücklich von einem mutmaßlichen Zusammenhang.

Für den FC Bayern ist der Vorfall dennoch ein unschöner Begleitumstand bei der Premiere im neuen Zuhause seiner Frauenmannschaft. Statt ausschließlich über einen dramatischen Champions-League-Abend zu sprechen, dürfte nun auch die Frage eine Rolle spielen, wie sich ähnliche Aktionen von außerhalb des Stadions künftig verhindern lassen.

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