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Fingerzeig in den Himmel: Kimmich spricht über emotionalen Tor-Jubel

Von Sebastian Mittag · · 3 Min Lesezeit

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Joshua Kimmich hat den FC Bayern beim 2:1-Auswärtssieg gegen Mainz 05 mit einem sehenswerten Treffer auf die Siegerstraße gebracht. Doch für den 31-Jährigen war sein erstes Saisontor weit mehr als nur ein sportliches Erfolgserlebnis. Nach seinem Führungstreffer zeigte der Mittelfeldspieler einen emotionalen Jubel und erinnerte damit an seinen kürzlich verstorbenen Vater.

In der 14. Minute hatte Kimmich nach einer Vorlage von Harry Kane von der Strafraumgrenze abgezogen und den Ball wuchtig unter die Latte geschossen. Anschließend sprang der DFB-Kapitän in die Luft, blickte nach oben und streckte einen Finger in Richtung Himmel.

Nach dem Schlusspfiff erklärte Kimmich bei DAZN, welche besondere Bedeutung dieser Moment für ihn hatte. „Durch die Geschichte mit meinem Papa war das natürlich sehr emotional“, sagte der Bayern-Star. Unmittelbar nach seinem Treffer habe er an seinen Vater denken müssen.

Kimmich spricht über emotionalen Torjubel

Der Tod seines Vaters hatte Kimmich in den vergangenen Wochen schwer getroffen. Der Mittelfeldspieler war deshalb zwischenzeitlich nicht für den FC Bayern aufgelaufen und hatte die Pflichtspiele gegen den FC Arsenal, den SC Freiburg und den 1. FC Magdeburg verpasst.

Erst beim 2:2 gegen Borussia Dortmund Ende Oktober feierte der 31-Jährige sein Comeback. Schon damals hatte Kimmich offen darüber gesprochen, wie schwierig die Rückkehr auf den Fußballplatz für ihn gewesen war.

Umso emotionaler fiel nun sein erster Treffer seit dem schweren persönlichen Verlust aus. „Ansonsten mach ich ja eh nicht so viele Tore“, ergänzte Kimmich nach dem Mainz-Spiel mit einem kleinen Augenzwinkern.

Tatsächlich gehört das Toreschießen nicht zu den Hauptaufgaben des Mittelfeldstrategen. Umso bemerkenswerter war sein präziser Abschluss, der den Bayern früh die Führung bescherte.

Für Kimmich dürfte allerdings weniger die Qualität des Treffers als vielmehr dessen persönliche Bedeutung im Vordergrund gestanden haben.

Bayern-Star schwärmt vom Zusammenhalt im Verein

Joshua Kimmich
IMAGO / Vitalii Kliuiev

Neben seinem emotionalen Torjubel sprach Kimmich auch über die Unterstützung, die er in den vergangenen Wochen erfahren hat.

Bereits nach seinem Comeback gegen Dortmund hatte der Nationalspieler betont, wie wichtig der Rückhalt durch den FC Bayern und den Deutschen Fußball-Bund für ihn und seine Familie gewesen sei.

Auch nach dem Sieg in Mainz hob er den besonderen Zusammenhalt innerhalb des Vereins hervor.

Nach Kimmichs Einschätzung ist zwischen der Mannschaft, dem Trainerteam und dem gesamten Umfeld in den vergangenen Jahren etwas Besonderes entstanden.

Vor allem die Ruhe innerhalb des Klubs empfindet der 31-Jährige als wohltuend. In früheren Phasen seiner Bayern-Karriere habe es selbst bei sportlichem Erfolg immer wieder Unruhe gegeben.

Auf dem Platz unterstrich Kimmich gegen Mainz einmal mehr seine Bedeutung für die Mannschaft. Neben seinem Führungstreffer überzeugte er als Taktgeber im Mittelfeld und übernahm Verantwortung in den Zweikämpfen.

Lennart Karl erhöhte nach der Pause auf 2:0, ehe Phillip Tietz in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer für die Gastgeber gelang.

Mit dem knappen Auswärtserfolg verabschieden sich die Münchner als Tabellenführer in die letzte Länderspielpause des Jahres.

Für Kimmich wird der Nachmittag in Mainz jedoch aus einem anderen Grund in besonderer Erinnerung bleiben: Sein Traumtor und der anschließende Blick in den Himmel waren eine bewegende Geste für seinen verstorbenen Vater.

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