Der Start in die Ära von Jürgen Klopp verlief für die deutsche Nationalmannschaft alles andere als nach Plan. Auf das 1:1 gegen die Niederlande folgte die historische 0:1-Niederlage gegen Griechenland. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Nations-League-Spielen wird der Kader nun wie geplant auf zahlreichen Positionen ausgetauscht.
Einer der Spieler, die jetzt zur Mannschaft stoßen, ist Tom Bischof. Der Bayern-Profi war zunächst für die deutsche U21 im Einsatz und reist mit reichlich Selbstvertrauen zur A-Nationalmannschaft.
Beim 4:0-Erfolg gegen Lettland gehörte Bischof erneut zu den prägenden Spielern der U21. Jetzt bekommt der 21-Jährige die Gelegenheit, sich bei Klopp für weitere Einsätze zu empfehlen.
Kimmich geht – Bischof bekommt seine Chance
Die Ausgangslage im deutschen Mittelfeld verändert sich für die kommenden beiden Spiele deutlich. Joshua Kimmich reist nach seinen zwei vereinbarten Einsätzen zurück nach München. Dafür stoßen unter anderem Bischof und Aleksandar Pavlovic zum DFB-Team.
Für Bischof eröffnet sich dadurch eine interessante Gelegenheit. Solange Kimmich zur Verfügung steht, ist der DFB-Kapitän im zentralen Mittelfeld gesetzt. Ohne den 31-Jährigen muss Klopp sein Zentrum neu aufstellen.
Bischof bringt dabei einen weiteren Vorteil mit: Während die erste DFB-Gruppe die enttäuschenden Ergebnisse gegen die Niederlande und Griechenland verarbeiten musste, kommt der Bayern-Profi mit einem Erfolgserlebnis zur Nationalmannschaft.
Schon bei seiner Nominierung hatte Klopp deutlich gemacht, dass Bischofs Einsatz bei der U21 mit Bayern-Trainer Vincent Kompany abgestimmt war. Nun soll der Mittelfeldspieler den zweiten Teil der Länderspielphase beim A-Team verbringen.
Bischof passt zu Klopps Spielidee

Auch sportlich könnte der Bayern-Profi von Klopps Vorstellungen profitieren. Bischof zeichnet sich durch ein sauberes und schnelles Passspiel aus, benötigt nur wenige Kontakte und sucht regelmäßig progressive Lösungen.
Hinzu kommen seine Qualitäten bei Standards und gegen den Ball. Bereits bei der TSG Hoffenheim zeigte Bischof seine Stärken im Gegenpressing. Seit seinem Wechsel nach München hat er sich in diesem Bereich unter Kompany weiterentwickelt.
Genau das könnte ihm unter Klopp zugutekommen. Der Bundestrainer legt großen Wert auf Intensität, aggressives Gegenpressing und schnelle Aktionen nach Ballgewinnen.
Bischof hat zwar bereits sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft gefeiert, konnte sich dort bislang aber noch nicht dauerhaft etablieren. Die kommenden Partien bieten ihm jetzt die nächste Gelegenheit.
Nach dem schwierigen DFB-Start werden die Karten im Mittelfeld neu gemischt. Bischof kommt mit Spielpraxis und Selbstvertrauen – und könnte zu den Profiteuren des großen Kaderwechsels gehören.

