Michael Olise setzt seine beeindruckende Form auch bei der französischen Nationalmannschaft fort. Der Bayern-Star wurde gegen Belgien erst in der Schlussphase eingewechselt – und avancierte innerhalb weniger Minuten zum Matchwinner.
Frankreich setzte sich in einem lange offenen Nations-League-Duell mit 1:0 gegen die Belgier durch. Für Zinédine Zidane war es gleichzeitig der zweite Sieg im zweiten Spiel als neuer französischer Nationaltrainer.
Dabei verzichtete Zidane zunächst auf zahlreiche Stammkräfte. Neben dem verletzten Kylian Mbappé nahm der 54-Jährige gleich acht weitere Veränderungen in seiner Startelf vor. Auch Olise saß zunächst auf der Bank.
Olise braucht nur elf Minuten
Die erste große Möglichkeit gehörte Frankreich. Désiré Doué traf bereits in der zwölften Minute die Latte. Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der auch Belgien immer wieder gefährlich wurde.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Franzosen zunehmend die Kontrolle, fanden gegen die belgische Defensive aber lange keinen Weg zum Tor. In der 77. Minute reagierte Zidane und brachte Olise.

Elf Minuten später folgte der entscheidende Moment.
Frankreich schaltete nach einem Ballgewinn schnell um und Olise übernahm. Der Bayern-Profi startete bereits im Mittelfeld zu einem starken Solo, ließ sich auf seinem Weg in Richtung Strafraum von mehreren Gegenspielern nicht stoppen und behielt anschließend auch vor dem Tor die Ruhe.
Olise schob den Ball zum 1:0 ins linke untere Eck und sorgte damit für die Entscheidung.
Bayern-Star bleibt in Topform
Der Auftritt passt zu den vergangenen Wochen des 24-Jährigen. Olise präsentiert sich auch beim FC Bayern in herausragender Verfassung und war zuletzt beim 7:0 gegen Union Berlin an fünf Treffern direkt beteiligt.
Nun machte er auch im Trikot der Équipe Tricolore den Unterschied. Besonders bemerkenswert: Olise benötigte nach seiner Einwechslung gerade einmal elf Minuten, um die Partie mit einer Einzelaktion zu entscheiden.
Für Frankreich bedeutet der knappe Erfolg gleichzeitig die Tabellenführung in der Gruppe A. Zidane kann damit auf einen perfekten Start als Nationaltrainer zurückblicken.
Und Olise? Der Bayern-Star liefert auch außerhalb Münchens weiter Argumente dafür, warum er aktuell zu den gefährlichsten Offensivspielern Europas gehört.

