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IMAGO / DeFodi Images

Urbig statt Neuer! Hamann fordert Wachablösung im Bayern-Tor

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Die Torwartfrage beim FC Bayern sorgt für neue Diskussionen. Sky-Experte Didi Hamann fordert, dass Jonas Urbig künftig deutlich mehr Verantwortung erhält. Selbst eine Rückkehr des verletzten Manuel Neuer soll daran vorerst nichts ändern.

Beim FC Bayern bahnt sich eine richtungsweisende Entscheidung auf der Torwartposition an. Während Manuel Neuer zuletzt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, erhält Jonas Urbig zunehmend die Gelegenheit, sich zwischen den Pfosten zu beweisen. Für Didi Hamann ist der Zeitpunkt gekommen, um die bisherige Rollenverteilung grundsätzlich zu überdenken.

Der ehemalige Bayern-Profi sprach sich in der Sky90-Talkrunde dafür aus, Urbig unabhängig vom Gesundheitszustand Neuers vorerst zur Nummer 1 zu machen. Hintergrund ist die Frage, ob der junge Schlussmann langfristig das Zeug zum Stammtorhüter beim deutschen Rekordmeister besitzt.

Hamann sieht vor allem in den wiederkehrenden Ausfällen des 40-jährigen Neuer ein Problem. „Er ist die Nummer 1. Nur er verpasst jetzt mal hier ein Spiel, dann dort ein Spiel und das erinnert mich ja mittlerweile an einen Eiertanz“, kritisierte der Sky-Experte.

Hamann fordert Urbig-Garantie bis Weihnachten

Jonas Urbig
Getty Images

Nach Ansicht des 53-Jährigen müssen die Bayern jetzt die Gelegenheit nutzen, um Urbig über einen längeren Zeitraum zu testen. Einzelne Einsätze würden nicht ausreichen, um dessen Qualitäten unter dauerhaftem Druck beurteilen zu können.

„10 Spiele oder 15 zu machen oder dann permanent die 1 zu sein, das ist ein großer Unterschied“, erklärte Hamann. Ob Urbig dieser Herausforderung bereits gewachsen sei, könne derzeit niemand mit Sicherheit beantworten.

Deshalb fordert der ehemalige Nationalspieler eine klare Entscheidung: „Deswegen wird es meiner Meinung nach Sinn machen, jetzt mal zu sagen: Pass auf, egal ob der Neue fit ist oder nicht, bis Weihnachten spielt er.“

Auch die besondere Stellung Neuers dürfe dabei keine entscheidende Rolle spielen. Als in der Diskussion die Frage aufkam, ob der Verein eine solche Entscheidung ohne Zustimmung des langjährigen Kapitäns treffen könne, stellte Hamann klar: „Nein, dürfen sie nicht.“

Sammer widerspricht: Neuer bleibt die Nummer 1

Manuel Neuer
IMAGO

Hamann legte anschließend noch einmal nach. Die Münchner müssten bereits jetzt an die kommende Saison denken und dürften sich bei ihrer Torwartplanung nicht ausschließlich an den Verdiensten Neuers orientieren.

„Ich glaube, dass jetzt der Punkt erreicht ist, wo du als Verein keine Rücksicht mehr nehmen kannst und auch darfst“, betonte der Sky-Experte. Gleichzeitig verwies er auf die Zukunft des Vereins: „Aber der Verein wird auch ohne Neuer weitergehen und weiterleben.“

Eine andere Einschätzung vertrat Matthias Sammer. Der frühere Bayern-Sportvorstand lobte zunächst das respektvolle Verhältnis zwischen Neuer und Urbig. Zwar bezeichnete er Hamanns Überlegungen aus rein professioneller Sicht als nachvollziehbar, sah allerdings auch die besondere Konstellation beim Rekordmeister.

Sammer geht davon aus, dass Neuer bei vollständiger Genesung weiterhin die Nase vorn haben wird. Auf die Frage, ob der Routinier in der Torwarthierarchie nach wie vor über Urbig stehe, antwortete der 59-Jährige unmissverständlich: „Ganz klar.“

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