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IMAGO / Sven Simon

Wirbel um Millionen-Spiel in Kenia: Bayern erklärt seine Afrika-Pläne

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Die geplante Afrika-Reise des FC Bayern sorgt weiterhin für Diskussionen. Am 5. Januar 2027 soll der deutsche Rekordmeister in Kenia ein Freundschaftsspiel gegen Ajax Amsterdam bestreiten. Während Menschenrechtsaktivisten einen Boykott der Begegnung fordern, hat sich nun Bayern-Vorstand Rouven Kasper zu den Hintergründen des umstrittenen Gastspiels geäußert.

Die Münchner sollen für ihren Auftritt in Nairobi eine Antrittsprämie von rund fünf Millionen Euro erhalten. Das berichtet der Münchner Merkur. Angesichts der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Kenia stößt die Veranstaltung bei Teilen der Bevölkerung auf Kritik.

Für den FC Bayern steht dagegen vor allem der Ausbau seiner internationalen Präsenz im Mittelpunkt. Kasper, beim Rekordmeister für Marketing und Vertrieb verantwortlich, sieht in der Reise eine wichtige Gelegenheit, die Beziehungen zu den afrikanischen Fans zu stärken.

Kasper erklärt Bayerns Afrika-Strategie

„Es ist eine wunderbare Gelegenheit für uns, dort zu spielen. Wir haben in den letzten Monaten unseren Fokus auf den Kontinent [Afrika] gelegt“, erklärte der Bayern-Boss mit Blick auf das geplante Freundschaftsspiel im Gespräch mit bulinews.com.

Dabei gehe es nicht ausschließlich um wirtschaftliche Interessen. Auch die sportliche Nachwuchsförderung spiele eine wichtige Rolle. „Zusammen mit unserer Red&Gold-Initiative haben wir eine sehr starke Akademie in Ghana, Senegal und Kamerun übernommen. Da wir wissen, dass Bara aus einer dieser Akademien kommt, ist es aus sportlicher Sicht sehr relevant.“

Der Rekordmeister möchte seine Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent demnach weiter ausbauen und insbesondere die Verbindung zwischen Nachwuchsförderung und Profifußball stärken.

Auch die geplante Stadioneröffnung in Nairobi ist für Kasper ein wichtiger Bestandteil der Reise.

„Neben dem Spiel selbst, der Eröffnung eines sehr großen Stadions und dem Spiel dort gegen Ajax, ist es eine perfekte Kombination, auf die sich alle freuen“, betonte der Marketingvorstand.

Boykott-Forderungen sorgen für politischen Wirbel

Bayern-Bosse
IMAGO / DeFodi Images

Die Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das geplante Freundschaftsspiel zunehmend kritisch diskutiert wird.

Wie FCBinside bereits berichtete, haben Menschenrechtsaktivisten und Bürger in Kenia eine Kampagne gestartet, um Bayern und Ajax zu einem Boykott der Begegnung zu bewegen.

Die Kritiker bemängeln insbesondere die hohen Kosten des Fußball-Spektakels. Sie fordern, dass finanzielle Mittel vorrangig zur Verbesserung der Lebensbedingungen eingesetzt werden.

Zudem befürchten sie eine politische Instrumentalisierung der Veranstaltung im Vorfeld der anstehenden Wahlen. Ob öffentliche Gelder zur Finanzierung der Antrittsprämien verwendet werden, ist bislang nicht geklärt.

Kasper ging in seinen aktuellen Aussagen nicht konkret auf diese Vorwürfe ein. Stattdessen betonte er, dass die Bayern die Reise auch nutzen möchten, um neue Erfahrungen zu sammeln. „Wir waren in Afrika noch nicht so oft, daher müssen wir auch lernen. Lernen aus dem, was wir dort erleben, unseren Fans dort und dem Gespräch mit ihnen“, erklärte der Bayern-Boss.

Ob die anhaltenden Boykott-Forderungen Auswirkungen auf die Durchführung der Partie haben werden, bleibt abzuwarten. Bislang halten die Münchner an ihren Plänen fest.

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