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Getty Images

Ex-Chefscout bricht sein Schweigen: Schmadtke wehrt sich gegen Vorwürfe

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Der Abschied von Nils Schmadtke beim FC Bayern sorgt weiter für Schlagzeilen. Nachdem zuletzt brisante Vorwürfe gegen den Chefscout des deutschen Rekordmeisters öffentlich geworden waren, hat sich der 37-Jährige nun erstmals ausführlich zu Wort gemeldet. Dabei weist Schmadtke die Anschuldigungen entschieden zurück und stellt klar, dass die Berichte nichts mit seinem bevorstehenden Ausscheiden zu tun hätten.

Die Münchner hatten zuletzt offiziell bestätigt, dass Schmadtke den Verein zum 31. Januar 2027 verlassen wird. Sein ursprünglich bis zum Sommer laufender Vertrag wird damit vorzeitig aufgelöst. Beide Seiten hatten sich nach Angaben des Vereins einvernehmlich auf die Trennung verständigt.

Anschließend waren allerdings Berichte aufgetaucht, die ein anderes Licht auf die Hintergründe seines Abschieds warfen. Unter anderem stand der Vorwurf im Raum, Schmadtke habe vertrauliche Informationen aus der Kaderplanung an Medien weitergegeben. Auch sein Führungsstil wurde öffentlich kritisch thematisiert. Jetzt hat sich der ehemalige Bayern-Funktionär über LinkedIn gegen diese Darstellungen gewehrt.

Schmadtke dementiert Vorwürfe: „Es geht um meinen Charakter“

„Im Scouting lernt man früh: Man beurteilt Menschen nicht nach Hörensagen, sondern nach dem, was man selbst gesehen hat“, erklärte Schmadtke in seinem ausführlichen Statement.

Er habe lange überlegt, ob er sich überhaupt zu den Berichten der vergangenen Tage äußern solle. Normalerweise lasse er lieber seine Arbeit für sich sprechen.

Diesmal sehe er sich allerdings zu einer öffentlichen Stellungnahme gezwungen. „Diesmal geht es aber nicht um meine Arbeit, sondern um meinen Charakter“, stellte der 37-Jährige klar.

Besonders deutlich wurde Schmadtke beim Vorwurf, interne Informationen an Journalisten weitergegeben zu haben. „Ich habe niemals vertrauliche Informationen an die Medien weitergegeben. Weder in München noch irgendwo anders“, betonte der bisherige Bayern-Chefscout.

Auch die Kritik an seinem Umgang mit Mitarbeitern wies er zurück.

Er habe niemals Menschen in seinem Verantwortungsbereich herabgewürdigt. Zwar sei er anspruchsvoll und bei Qualitätsfragen mitunter unbequem, respektlos sei er jedoch nicht.

„Nichts davon hatte mit meinem Abschied zu tun“

Nils Schmadtke
IMAGO / fohlenfoto

Schmadtke ging in seiner Stellungnahme auch auf die Spekulationen über die Gründe seiner Trennung vom FC Bayern ein.

Dabei widersprach er ausdrücklich der Darstellung, dass die zuletzt veröffentlichten Vorwürfe für seinen Abschied verantwortlich seien. „Nichts von dem, was geschrieben wurde, hatte auch nur im Entferntesten etwas mit meinem Abschied vom FC Bayern zu tun“, erklärte der 37-Jährige.

Weitere Einzelheiten zu den internen Entscheidungsprozessen wollte Schmadtke allerdings nicht preisgeben. Er spreche grundsätzlich nicht öffentlich über vereinsinterne Angelegenheiten und werde daran auch künftig festhalten.

Stattdessen blickte der Funktionär auf seine Zeit beim deutschen Rekordmeister zurück.

Die Arbeit bei einem Verein dieser Größenordnung habe ihn sowohl beruflich als auch persönlich weitergebracht. Besonders stolz sei er auf die Veränderungen innerhalb der Scouting-Abteilung.

Nach eigenen Angaben habe man die Strukturen neu organisiert, die Zusammenarbeit zwischen Profibereich und Campus intensiviert und neue Wege bei der Spielerbeobachtung entwickelt.

Schmadtke betonte dabei ausdrücklich, dass diese Fortschritte nur durch die gemeinsame Arbeit seines Teams möglich gewesen seien.

Zum Abschluss bedankte er sich bei seinen Mitarbeitern für deren Einsatz, Ideen und Vertrauen. Dem FC Bayern wünsche er für die Zukunft alles Gute. Gleichzeitig machte Schmadtke deutlich, dass er bereits nach vorne blickt und sich auf seine nächste berufliche Aufgabe freut.

Mit seinem öffentlichen Statement versucht der 37-Jährige nun, den zuletzt aufgekommenen Spekulationen entgegenzutreten.

Die tatsächlichen Hintergründe der vorzeitigen Trennung bleiben allerdings weiterhin unklar. Fest steht lediglich, dass Schmadtke die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden bestreitet und einen Zusammenhang mit seinem Bayern-Aus ausdrücklich zurückweist.

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