Jamal Musiala spricht vor der WM offen über sein größtes Vorbild – welches nicht Fußball spielt. Der Bayern-Star nennt einen NBA-Superstar als Inspiration und erklärt, was er sich von dessen mentaler Stärke abschaut.
Im Interview mit der Sport BILD gewährte der 23-Jährige tiefe Einblicke in seine Gedankenwelt. Statt bei einem Stürmer oder Spielmacher landet er beim Basketball – konkret bei Stephen Curry von den Golden State Warriors. Für Musiala ist der Sport längst mehr als ein Hobby, sondern eine echte Quelle für mentale Stärke.
Dabei beeindruckt ihn nicht nur, wie Curry auf dem Parkett glänzt. Vor allem dessen Ausstrahlung und der Umgang mit Rückschlägen haben es dem Bayern-Offensivmann angetan. „Ich möchte die gleiche Freude versprühen, die er auf dem Platz vermittelt“, sagt Musiala.
Was ihn zusätzlich überzeugt: Curry sei trotz aller Titel und Erfolge bodenständig geblieben. „Mir gefällt, wie er als Mensch ist. Er hat sich trotz des Erfolgs nie verändert, ist immer freundlich und sympathisch geblieben. Ich habe ihn zwar noch nicht persönlich getroffen. Aber alles, was ich von ihm mitbekomme, ist, dass er ein sehr guter Typ ist“, so der Nationalspieler.
Parallelen bei den Verletzungen
Es ist aber nicht nur die Persönlichkeit, die Musiala mit seinem Idol verbindet. Beide kämpften sich durch schwierige Verletzungsphasen, beide erlebten Hochs und Tiefen. „Steph Curry hatte ähnlich wie ich mit Verletzungen zu kämpfen, er musste sich richtig durchbeißen. Er hatte in seiner Karriere gute und schlechte Phasen, aus denen er gelernt hat. Er hat immer an sich geglaubt“, erklärt Musiala. Curry habe zudem „hart gearbeitet, um dahinzukommen, wo er heute ist“.

Diese Lehren überträgt der Bayern-Star direkt auf die kommende WM. Auch in der Analyse von NBA-Teams findet er Anregungen – und nennt als Beispiel die New York Knicks und die San Antonio Spurs. „Was die Knicks so stark macht, ist der mannschaftliche Zusammenhalt“, sagt Musiala. Zwar hätten die Spurs „die besseren Einzelspieler“ und „die größeren Stars“. „Aber das Team der Knicks passte einfach besser zusammen. Und das kann bei uns auch der entscheidende Faktor werden.“
Musiala spürt wieder Freude am Spiel
Mit Blick auf seine eigene Verfassung gibt sich der 23-Jährige zuversichtlich. „Je mehr Minuten und Spiele ich mache, ein umso besseres Gefühl bekomme ich am Ball. Das Zocken macht mir wieder richtig Spaß“, sagt Musiala. Gleichzeitig hat er gelernt, sich nicht selbst zu blockieren.
„Niemand macht mir mehr Druck als ich mir selbst. Was ich über die Jahre aber auch gelernt habe: Ich darf nicht zu hart mit mir selbst sein. Das beeinflusst dein eigenes Spiel am Ende nur negativ“, betont der Offensivmann. Eine Erkenntnis, die ihm und dem DFB-Team bei der WM helfen soll.

