Einnahmen sind Pflicht: Warum der Bayern-Sparkurs auf Dauer sinnvoll ist

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Auch in diesem Sommer haben die Verantwortlichen um Max Eberl beim FC Bayern wieder die Aufgabe, Einnahmen auf dem Transfermarkt zu generieren. Investitionen sind möglich, aber die finanzielle Balance muss gewahrt werden. 

Der ein oder andere Fan findet die strengen Vorgaben sicher etwas gewöhnungsbedürftig. Schließlich gehört der Rekordmeister finanziell zu den stabilsten Klubs weltweit. Und das ohne einen Großinvestor oder den saudiarabischen Staatsfonds im Rücken.


Dennoch haben die Vorgaben nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man beim FC Bayern knausern möchte oder das Geld hortet. Im Gegenteil, diese Maßnahmen sollen weiterhin die Basis für den langfristigen sportlichen Erfolg bilden.

Das lässt sich anhand mehrerer Ebenen genauer erläutern. Und führt am Ende dazu, dass es leichter fällt, die Maßnahmen zu verstehen.

Gehaltseinsparungen und Einnahmen als wichtige Basis

Dass es für Max Eberl beim FC Bayern nicht einfach werden würde, das war schon von Beginn an klar. Denn der Sportvorstand sollte Gehaltskosten einsparen. Das Problem: Bei seinem Amtsantritt waren einige Spieler im Kader, die viel Geld verdienten, aber nicht mehr die Leistungen brachten, die man sich von ihnen erhofft hatte. Kurzum: Eberl musste sich mit Spielern, die auf Topverträgen saßen und Bayern nicht verlassen wollten, beschäftigen.

Einen Transfer solcher Spieler zu forcieren, wenn der Markt nicht allzu viel hergibt und die Profis gar nicht weg wollen ist kompliziert. Die Lösung waren ablösefreie Abgänge wie bei Leroy Sané 2025 oder Leon Goretzka in diesem Sommer. Kingsley Coman, der ebenfalls viel Geld verdiente, wurde verkauft, andere Spieler wie Joao Palhinha verliehen. Das entlastete die Kasse schon einmal enorm.

Max Eberl
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Dass gleichzeitig auch noch bei Vertragsverlängerungen wie der von Serge Gnabry Millionen eingespart wurden, ist ebenfalls vorteilhaft. Eberl gelang es, Gnabry zu überzeugen, indem er ihm weniger Grundgehalt, aber dafür mehr leistungsabhängige Bonuszahlungen verspricht. Auch bei Konrad Laimer hält sich die Gehaltsanpassung in Grenzen. Der Österreicher unterschreibt in Kürze für wenig mehr Gehalt als vorher.

Mehr Freiheiten für den FC Bayern

Der vermeintliche Sparkurs des FC Bayern ist in Wirklichkeit aber keiner, sondern es findet eher eine Umverteilung statt. Man will nicht zwingend deutlich weniger Gehalt zahlen, sondern den richtigen Spielern. So zum Beispiel Harry Kane, mit dem Gespräche über eine Verlängerung nach der Weltmeisterschaft anstehen. Auch mit Michael Olise will man verlängern, ihm auch eine satte Gehaltserhöhung anbieten.

Das ist aber nur dann möglich, wenn anderswo Budget eingespart wird. Diese Umverteilung ermöglicht es Bayern, mehr Gehalt für die Spieler zu investieren, die dauerhaft den Unterschied ausmachen.

Neben den Einsparungen bei den Gehältern hat Bayern auch noch das Ziel, Leihspieler wie Joao Palhinha, Bryan Zaragoza oder Alexander Nübel zu verkaufen. Und auch bei Spielern wie Hiroki Ito ist man gesprächsbereit. Allerdings nicht, weil man bloß kein Transferminus machen will.

Der eigentliche Grund ist eher, dass man finanziell auf einem derart stabilen Niveau bleibt und die Basis auf wirtschaftlicher Ebene so stärkt, dass man eben einfach kategorisch “nein” sagen kann, wenn Teams wie Real Madrid oder PSG bei einem Spieler wie Olise anklopfen.

Genau das ist es nämlich, was Bayern auch schon in der Vergangenheit ausgezeichnet hat. Egal, ob es Franck Ribery oder Thomas Müller war: Wenn Bayern nicht verkaufen will, dann wird auch nicht verkauft. Und mit der aktuellen Strategie sorgt man dafür, dass das auch so bleibt.

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