Die Gerüchte um einen Wechsel von Michael Olise zu Real Madrid wollen nicht abreißen. Jetzt hat sich Vorstandschef Jan-Christian Dreesen eingeschaltet – und einen Abgang des Franzosen unmissverständlich ausgeschlossen.
Beim FC Bayern gibt es rund um Olise offenbar nichts zu diskutieren. Im „Presseclub München“ machte Dreesen am Dienstag deutlich, dass der Flügelspieler auch in der kommenden Saison das Trikot der Münchner tragen wird. „Natürlich“ werde Olise bleiben, betonte der 58-Jährige.
Wie ernst es Real Madrid mit einem Vorstoß gewesen sein soll, lässt sich an einer Zahl ablesen. Gefragt, wie viele Anrufe ihn im Sommer aus der spanischen Hauptstadt erreicht hätten, antwortete Dreesen lächelnd: „Cero“ – also nicht ein einziger. „Auch keinen Brief, kein Fax und keine Mail.“
Sichtlich amüsiert reagierte der Bayern-Boss auf die Wucht der Gerüchte, die sich vor allem im Ausland verbreitet hatten. Es sei „erstaunlich, was so alles verbreitet werden kann, wenn man selber weiß, was die Wahrheit ist, spannend“, so Dreesen. Selbst privat kam er dem Thema nicht aus: „Ich weiß gar nicht, wie oft ich die Frage gestellt bekommen habe im Freundeskreis“, ob Olise nicht doch nach Spanien wechseln könnte.
Dass ein Verkauf für den deutschen Rekordmeister keine Option ist, unterstrich Dreesen mit einer klaren Rechnung: „Kein Einziger hat gesagt, bei 200 Millionen müsst ihr ihn verkaufen.“ Auch eine üppige Ablöse würde die Haltung der Münchner demnach nicht ins Wanken bringen.
Real Madrid dementierte bereits Kontakt
Für Rückendeckung sorgte zuvor ausgerechnet der vermeintliche Interessent selbst. Real Madrid hatte schon vor der WM offiziell erklärt, „dass weder direkter noch indirekter Kontakt zu dem genannten Fußballer, seinen Vertretern oder Personen aus seinem Umfeld bestanden hat“. Zugleich betonte der Klub die „ausgezeichneten Beziehungen“ zum FC Bayern. Die Münchner Bosse hatten die Spekulationen laut Medienberichten ohnehin gelassen aufgenommen.

Sportlich hat Olise seinen Wert zuletzt eindrucksvoll bestätigt. Bei der WM avancierte der 24-Jährige an der Seite von Kapitän Kylian Mbappé zum Unterschiedsspieler der französischen Nationalmannschaft, ehe Les Bleus im Halbfinale gegen Spanien mit 0:2 ausschieden. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2029.

