Bryan Zaragoza galt zuletzt als einer der heißesten Verkaufskandidaten beim FC Bayern. Nun zeigt sich jedoch: Der Spanier wollte offenbar gar nicht unbedingt wechseln. Stattdessen kehrte der Offensivspieler mit der Hoffnung nach München zurück, sich unter Vincent Kompany doch noch durchsetzen zu können. Die Bayern-Verantwortlichen machten ihm jedoch schnell einen Strich durch die Rechnung.
Dass Zaragoza beim Rekordmeister keine sportliche Zukunft mehr besitzt, ist spätestens seit den Aussagen von Sportvorstand Max Eberl kein Geheimnis mehr. Gemeinsam mit João Palhinha und Sacha Boey gehört der 24-Jährige zu den Spielern, die den Verein möglichst noch in diesem Sommer verlassen sollen.
Nach Informationen von Sky hatte Zaragoza allerdings zunächst ganz andere Pläne.
Zaragoza wollte sich bei Kompany empfehlen
Demnach beschäftigte sich der spanische Flügelspieler zunächst nicht aktiv mit einem Vereinswechsel. Auch konkrete Gespräche mit potenziellen Interessenten soll es bislang nicht gegeben haben.
Vielmehr kehrte Zaragoza vor wenigen Tagen mit der Absicht an die Säbener Straße zurück, sich unter Vincent Kompany eine neue Chance zu erarbeiten. Nach Sky-Informationen sah sich der Spanier als Backup für Neuzugang Luis Díaz auf der linken Offensivseite.
Diese Hoffnung wurde jedoch schnell beendet. Die Bayern-Verantwortlichen sollen Zaragoza und seinem Management unmittelbar nach seiner Rückkehr erneut deutlich gemacht haben, dass er in den sportlichen Planungen keine Rolle spielt.
Verletzung erschwert eine Lösung

Auch öffentlich erhöhte Max Eberl zuletzt den Druck auf die Verkaufskandidaten. Im Trainingslager am Tegernsee erklärte der Bayern-Sportvorstand mit Blick auf Zaragoza, Palhinha und Boey: „Wenn sie bleiben, wissen sie, dass sie keine Rolle spielen!“
Für Zaragoza kommt erschwerend hinzu, dass er aktuell an einer Knieentzündung laboriert und deshalb individuell an der Säbener Straße trainiert. Der Offensivspieler ist derzeit nicht spielfähig und kann sich weder im Training noch in Testspielen für andere Vereine empfehlen.
Ein Abschied bis zum Ende der Transferperiode bleibt laut Sky zwar weiterhin möglich. Vor allem in Spanien genießt Zaragoza nach wie vor einen guten Ruf und verfügt über einen interessanten Markt.
Ein fester Transfer dürfte sich allerdings schwierig gestalten. Zum einen schreckt seine aktuelle Verletzung potenzielle Interessenten ab. Zum anderen kassiert der Spanier beim FC Bayern ein Gehalt, das nur wenige Vereine übernehmen können.
Für die Münchner entwickelt sich die Personalie damit zunehmend zu einer Herausforderung. Nun müssen beide Seiten in den kommenden Wochen eine Lösung finden, die den sportlichen und wirtschaftlichen Interessen aller Beteiligten gerecht wird.

