Givairo Read galt lange als einer der spannendsten Außenverteidiger auf dem Radar des FC Bayern. Doch obwohl das Interesse der Münchner konkret gewesen sein soll, entschieden sich die Verantwortlichen letztlich gegen einen Transfer. BILD-Fußballchef Christian Falk hat die Hintergründe dieser Entscheidung offengelegt.
Der Rechtsverteidiger von Feyenoord Rotterdam wurde in den vergangenen Monaten mehrfach mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Nach Informationen von Falk beschäftigte sich der FC Bayern intensiv mit dem Niederländer, verzichtete jedoch bewusst auf einen Vorstoß im Wintertransferfenster.
Wie Falk berichtet, spielten die Verletzungssorgen des Defensivspielers bei der Entscheidung eine entscheidende Rolle. Die Bayern wollten demnach kein finanzielles Risiko eingehen, solange noch Unsicherheit über Reads körperlichen Zustand bestand.
Hinzu kam ein weiterer Faktor: In München war man sich bewusst, dass der FC Bayern bei Verhandlungen grundsätzlich deutlich höhere Ablösesummen zahlen müsste als viele andere Vereine.
Statt eine hohe Summe für einen verletzungsanfälligen Spieler zu investieren, entschieden sich die Verantwortlichen, zunächst auf ihre vorhandenen Optionen zu setzen. Vor allem Konrad Laimer überzeugte in der vergangenen Saison mit starken Leistungen als Rechtsverteidiger und nahm den Verantwortlichen den unmittelbaren Handlungsdruck.
Brown erhielt intern Priorität

Anstatt auf Read zu setzen, konzentrierte sich der FC Bayern auf Nathaniel Brown. Für den deutschen Nationalspieler griffen die Münchner schließlich tief in die Tasche und verpflichteten den Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt.
Laut Falk fiel die Entscheidung bewusst zugunsten Browns aus. Max Eberl betonte bei dessen Vorstellung zudem, dass der 23-Jährige nicht nur auf beiden Außenverteidigerpositionen eingesetzt werden könne, sondern auch im zentralen Mittelfeld eine Option sei. Diese Flexibilität machte Brown intern besonders wertvoll.
Nach seinen starken Leistungen bei der Weltmeisterschaft fühlen sich die Bayern-Verantwortlichen in ihrer Entscheidung zusätzlich bestätigt. Gleichzeitig bedeutete die Verpflichtung des deutschen Nationalspielers auch, dass für einen weiteren hochpreisigen Außenverteidiger wie Read kein Budget mehr zur Verfügung stand.
Der Niederländer steht deshalb weiterhin auf dem Transfermarkt und könnte laut Falk stattdessen den Sprung in die Premier League schaffen. Das grundsätzliche Interesse des FC Bayern an dem Feyenoord-Profi war zwar vorhanden, letztlich sprachen jedoch wirtschaftliche und sportliche Gründe gegen einen Transfer.

