Bryan Zaragoza steht beim FC Bayern vor dem Abschied. Der spanische Offensivspieler plant offenbar nicht, seinen Vertrag in München zu erfüllen, sondern möchte sich noch in diesem Sommer einem neuen Verein anschließen. Ausgerechnet eine Verletzung könnte dieses Vorhaben jedoch deutlich erschweren.
Dass Zaragoza beim Rekordmeister keine Zukunft mehr hat, ist spätestens seit dieser Woche kein Geheimnis mehr. Sportvorstand Max Eberl hatte zuletzt öffentlich erklärt, dass der 23-Jährige ebenso wie João Palhinha und Sacha Boey keine sportliche Perspektive beim FC Bayern besitzt.
Entsprechend arbeiten beide Seiten an einer Lösung. Zaragoza selbst soll den Wunsch haben, den Verein zeitnah zu verlassen.
Zaragoza sucht einen Klub mit Spielpraxis
Wie die BILD berichtet, hat der Spanier nicht vor, seinen bis 2029 laufenden Vertrag beim FC Bayern „auszusitzen“. Stattdessen hält er aktiv Ausschau nach einem neuen Arbeitgeber.
Dabei steht für Zaragoza vor allem ein Aspekt im Vordergrund: Er möchte zu einem Verein wechseln, bei dem er regelmäßig Spielpraxis erhält und sich nachhaltig beweisen kann. Nach seiner schwierigen Zeit in München und der anschließenden Leihe sieht der Offensivspieler seine Zukunft offenbar nicht mehr beim deutschen Rekordmeister.
Interessant ist: Nach Informationen von Sky wollte Zaragoza ursprünglich um die Backup-Rolle hinter Luis Diaz kämpfen. Diese Aufgabe soll jedoch Eigengewächs Arijon Ibrahimovic in der kommenden Saison erhalten.
Knieentzündung erschwert den Wechsel

Ausgerechnet jetzt wird Zaragoza allerdings von gesundheitlichen Problemen ausgebremst. Laut der BILD leidet der Spanier seit geraumer Zeit an einer Knieentzündung, die seinen geplanten Wechsel komplizierter macht.
Dem Bericht zufolge hat die Verletzung bereits potenzielle Interessenten abgeschreckt. Vereine beobachten die Situation zwar weiterhin, zögern derzeit jedoch mit konkreten Schritten, solange nicht feststeht, wann Zaragoza wieder vollständig belastbar ist.
Für den FC Bayern kommt die Entwicklung zur Unzeit. Die Münchner treiben aktuell mehrere Personalentscheidungen voran und hoffen auf Einnahmen durch Spielerverkäufe. Während bei João Palhinha und Sacha Boey zuletzt zumindest einzelne Interessenten gehandelt wurden, könnte sich der Verkauf von Zaragoza nun weiter verzögern.
Sobald der Offensivspieler seine Knieprobleme überwunden hat, dürfte das Interesse am spanischen Nationalspieler jedoch wieder zunehmen. Bis dahin müssen sowohl Zaragoza als auch der FC Bayern auf eine schnelle Genesung hoffen, damit der angestrebte Abschied in den kommenden Wochen doch noch Realität werden kann.
Erfreulich für Zaragoza: Laut Ehrenpräsident Uli Hoeneß wird beim Rekordmeister, anders als bei vielen anderen europäischen Vereinen, niemand vom Hof gejagt. Die Münchner respektiere ihre Verträge und Spieler, betonte Hoeneß zuletzt, als er auf Zaragoza und die anderen Streichkandidaten angesprochen wurde.

