Manuel Neuer steuert auf seine letzte Saison als Profi zu. Der Kapitän des FC Bayern hatte zuletzt angedeutet, seine Karriere nach der Spielzeit 2026/27 beenden zu wollen. Sein designierter Nachfolger Jonas Urbig beschäftigt sich mit diesem Thema jedoch bewusst nicht.
Im Rahmen der Asienreise des FC Bayern wurde Urbig auf Neuers Aussagen angesprochen. Der 22-Jährige zeigte sich dabei überrascht: „Ich wusste gar nicht, dass er das gesagt hat. Ich höre es zum ersten Mal.“
Statt über die Zukunft nachzudenken, richtet der junge Torhüter seinen Fokus auf die tägliche Zusammenarbeit innerhalb des Torwartteams.
„Grundsätzlich ist der Austausch mit Manu gut, mit Sven, mit dem gesamten Torwartteam. Der mögliche Rücktritt ist ein anderes Thema und das betrifft Manu. Wir sind einfach nur froh, dass wir so ein gutes Gefühl und eine gute Zusammenarbeit in unserem Torwartteam haben“, erklärte Urbig.
Urbig denkt von Spiel zu Spiel
Nach Informationen der Sport BILD soll Urbig in der kommenden Saison bereits deutlich mehr Einsatzzeiten erhalten. Die Bayern wollen den U21-Nationaltorhüter schrittweise auf seine Rolle als zukünftige Nummer eins vorbereiten. Auch in wichtigen Spielen könnte der Schlussmann zum Einsatz kommen, um frühzeitig Erfahrungen unter großem Druck zu sammeln.
Von einer Konkurrenzsituation möchte Urbig dennoch nichts wissen.
„Natürlich freue ich mich immer, wenn der Trainer mich spielen lässt. Aber das Team weiß, dass es unabhängig davon, welcher Torwart im Tor steht, auf ihn zählen kann. Das haben wir letztes Jahr gesehen, als Manu gespielt hat, als Sven gespielt hat oder als ich gespielt habe. Ich freue mich, wenn es genauso gut läuft wie in der vergangenen Saison. Ich nehme es einfach Spiel für Spiel“, betonte der Bayern-Keeper.
Neuer winkt neue Rolle beim FC Bayern

Die Aussagen unterstreichen die klare Rollenverteilung beim Rekordmeister. Manuel Neuer bleibt auch in seiner wohl letzten Saison die Nummer eins, während Urbig behutsam an seine künftige Aufgabe herangeführt werden soll.
Parallel laufen bereits die Planungen für die Zeit nach Neuers Karriere. Nach Informationen der Sport BILD können sich beide Seiten eine weitere Zusammenarbeit nach dem Karriereende vorstellen. Demnach soll Vorstandschef Jan-Christian Dreesen dem Weltmeister von 2014 bereits signalisiert haben, dass ihm beim FC Bayern auch künftig die Türen offenstehen – etwa in einer beratenden Funktion oder als Markenbotschafter.
Bis dahin liegt der Fokus jedoch auf der laufenden Saison. Während Neuer den FC Bayern möglichst noch einmal zu Titeln führen möchte, sammelt Urbig Schritt für Schritt weitere Erfahrungen – mit dem klaren Ziel, ab 2027 dauerhaft das Bayern-Tor zu hüten.

