Historische Saison reicht nicht? PSG-Star ignoriert Bayern-Bomber Kane

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Harry Kane hat mit einer historischen Saison eines der stärksten Argumente im Rennen um den Ballon d’Or geliefert. Bei PSG-Star Vitinha schafft es der Bayern-Torjäger dennoch nicht in den Kreis der Favoriten. Der Portugiese setzt ausschließlich auf seine eigenen Mannschaftskollegen.

61 Pflichtspieltore für den FC Bayern, die deutsche Meisterschaft, der DFB-Pokal und erneut der Goldene Schuh: Harry Kane hat in der vergangenen Saison nahezu alles getan, um sich für den Ballon d’Or zu empfehlen.


Dennoch gibt es bei der Wahl zum besten Fußballer der Welt prominente Konkurrenz. Vitinha sieht die aussichtsreichsten Kandidaten beispielsweise allesamt bei Paris Saint-Germain.

„Für mich wäre es normal, wenn ein PSG-Spieler gewinnt“, erklärte der portugiesische Nationalspieler vor dem UEFA-Supercup gegen Aston Villa.

Seine drei Kandidaten sind Khvicha Kvaratskhelia, Ousmane Dembélé und Fabián Ruiz. Sich selbst nannte der 26-Jährige trotz seines dritten Platzes bei der vergangenen Ballon-d’Or-Wahl nicht.

Kane kann historische Zahlen vorweisen

Besonders interessant ist, dass Kane in Vitinhas Auswahl überhaupt keine Rolle spielt. Denn rein statistisch gibt es kaum Argumente gegen den Bayern-Star.

Der 33-Jährige erzielte in der vergangenen Spielzeit 61 Pflichtspieltore für den deutschen Rekordmeister und hatte damit entscheidenden Anteil am Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.

Noch beeindruckender werden seine Zahlen unter Einbeziehung der englischen Nationalmannschaft. Für Klub und Nationalteam erzielte Kane insgesamt 73 Treffer in nur 65 Partien. Seit der Jahrtausendwende konnte lediglich Lionel Messi in der Saison 2011/12 eine noch bessere Ausbeute vorweisen.

Hinzu kommt der Gewinn des Goldenen Schuhs als bester Torjäger der europäischen Ligen. Für Kane war es bereits die zweite Auszeichnung dieser Art.

Dass Vitinha trotzdem ausschließlich auf seine PSG-Kollegen setzt, dürfte vor allem mit deren internationalem Erfolg zusammenhängen. Paris gewann erneut die Champions League. Fabián Ruiz krönte seine Saison zudem mit dem WM-Titel für Spanien.

Champions League könnte Kane zum Verhängnis werden

Harry Kane
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Genau hier könnte auch Kanes größtes Problem im Rennen um den Ballon d’Or liegen. Während seine individuellen Zahlen außergewöhnlich sind und er mit Bayern zwei nationale Titel gewann, scheiterte der deutsche Rekordmeister in der Champions League knapp im Halbfinale.

Spieler wie Dembélé, Kvaratskhelia oder Ruiz können dagegen den Triumph in der Königsklasse vorweisen. Ruiz besitzt durch den WM-Titel sogar ein weiteres gewichtiges Argument.

Kane muss sich dennoch keineswegs verstecken. Seine 73 Tore unterstreichen, welchen Stellenwert der Engländer inzwischen nicht nur beim FC Bayern, sondern im europäischen Spitzenfußball besitzt.

Sollte es für den ersten Ballon d’Or seiner Karriere reichen, wäre es zugleich eine besondere Auszeichnung für den FC Bayern und die Bundesliga. Einen Gewinner des prestigeträchtigen Individualpreises aus München gab es seit Karl-Heinz Rummenigge 1981 nicht mehr.

Vitinhas Stimme dürfte Kane zwar kaum bekommen. Angesichts seiner historischen Zahlen dürfte der Bayern-Star bei zahlreichen anderen Wahlberechtigten allerdings deutlich weiter oben auf dem Zettel stehen.

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