Konkurrenzkampf um die Bayern-Zehn: Saibari macht Druck auf Brown

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Ismael Saibari kommt beim FC Bayern immer besser in Fahrt. Beim 5:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart benötigte der Sommer-Neuzugang gerade einmal 29 Minuten, um mit zwei Vorlagen nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Nun drängt der Marokkaner in die Startelf – und erhöht damit vor allem den Druck auf Nathaniel Brown.

Nach seiner verletzungsbedingten Pause im Anschluss an die Weltmeisterschaft wurde Saibari beim Supercup gegen Borussia Dortmund zunächst für neun Minuten eingesetzt. Gegen Stuttgart durfte er bereits deutlich länger ran und zeigte dabei eindrucksvoll, weshalb die Münchner rund 50 Millionen Euro für ihn ausgegeben haben.


Saibari selbst spürt, dass es körperlich immer weiter bergauf geht. „Ich werde fitter und fitter, fühle mich gut“, erklärte der Offensivspieler nach seinem Heim-Debüt. Mit Blick auf einen möglichen Startelfeinsatz schob er selbstbewusst hinterher: „Es liegt jetzt am Trainer …“

Saibari erhöht den Druck auf Brown

Diese Aussage dürfte auch Nathaniel Brown registriert haben. Der Neuzugang von Eintracht Frankfurt durfte zuletzt aufgrund des Ausfalls von Jamal Musiala auf der Zehnerposition beginnen. Schon beim Supercup gegen den BVB überzeugte Brown in dieser ungewohnten Rolle und erzielte sogar einen Treffer.

Auch gegen Stuttgart stand der 23-Jährige wieder in der offensiven Zentrale. Eine schlechte Partie absolvierte Brown keineswegs. Dennoch gehörte nach Abpfiff vor allem Saibari zu den Gesprächsthemen.

Insbesondere seine Vorlage zum zwischenzeitlichen 4:1 durch Aleksandar Pavlovic zeigte, welche Qualitäten der Marokkaner mitbringt. Saibari setzte sich zunächst durch und bewies anschließend die nötige Übersicht, um Pavlovic mustergültig zu bedienen. Später folgte noch ein weiterer Assist für Luis Díaz.

Damit hat Kompany auf der Zehn zunehmend die Qual der Wahl. Brown hat sich in den vergangenen Wochen dort festgespielt, während Saibari nach seiner Verletzungspause nun immer näher an die körperliche Bestform herankommt.

Eberl schwärmt von Saibaris besonderer Qualität

Ismael Saibari
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Auch Max Eberl zeigte sich nach dem Stuttgart-Spiel beeindruckt. Der Bayern-Sportvorstand machte deutlich, dass Saibari körperlich noch nicht bei 100 Prozent angekommen ist – und gerade deshalb seine Aktionen umso bemerkenswerter seien.

„Man hat beim Sprint gemerkt, dass er körperlich noch nicht so weit ist. Aber wenn du dann in diesem Zustand diesen Haken machst, die Übersicht behältst, das ist schon besonders“, schwärmte Eberl.

Für Vincent Kompany entwickelt sich damit ein Luxusproblem. Brown und Saibari haben beide innerhalb kürzester Zeit gezeigt, dass sie dem Rekordmeister unmittelbar weiterhelfen können. Hinzu kommt, dass beide Neuzugänge auf mehreren Positionen einsetzbar sind und damit keineswegs ausschließlich um denselben Platz konkurrieren müssen.

Bis Jamal Musiala wieder zur Verfügung steht, bietet die offensive Zentrale allerdings besonders viel Raum für Einsatzzeiten. Brown hat dort aktuell die Nase vorne. Nach zwei Assists in weniger als einer halben Stunde hat Saibari nun aber deutlich gemacht, dass er bereit für mehr ist.

Die Entscheidung liegt, wie der Marokkaner selbst sagt, jetzt beim Trainer. Für Kompany dürfte es nach Saibaris starkem Heim-Debüt jedenfalls nicht einfacher geworden sein.

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