Jamal Musialas erfolgreiches Comeback sorgt beim FC Bayern weiter für große Freude. Uli Hoeneß zeigt sich tief bewegt und lobt auch Vincent Kompany.
Jamal Musiala hat mit seinem erfolgreichen Startelf-Comeback beim FC Bayern nicht nur sportlich für Erleichterung gesorgt. Auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß zeigte sich von der Rückkehr des 23-Jährigen emotional berührt.
„Ich habe ja schon vor Wochen gesagt, wie sehr mir das nahegeht. Und ich ich habe mich wahnsinnig gefreut über seine Leistung gegen die norwegische Mannschaft und auch sein Tor“, erklärte Hoeneß am Montagabend am Rande eines Festakts der Basketball-Abteilung des FC Bayern.
Musiala hatte beim 5:0 gegen Bodo/Glimt erstmals nach seinen beiden Zusammenbrüchen während der Saisonvorbereitung wieder in der Startelf gestanden. Nur 76 Sekunden nach der Halbzeitpause erzielte der Offensivspieler das erlösende 1:0 und leitete damit den deutlichen Münchner Erfolg zum Champions-League-Auftakt ein.
Für Hoeneß war bereits die Entscheidung, Musiala von Beginn an aufzustellen, alles andere als selbstverständlich. Er habe sich „manchmal gedacht: Das ist schon mutig, ihn nach der Situation, die wir erlebt haben, gleich wieder einzusetzen von Anfang an in einem wichtigen Spiel. Also das ist schon toll“.
Hoeneß schwärmt von Musiala und Kompany
Besonders Musialas Treffer beeindruckte den 74-Jährigen. Das Tor sei „natürlich unnachahmlich“ gewesen – „so wie eben nur er das kann: im engsten Raum drehen und dann gleich schießen. Und wir müssen jetzt alle hoffen, dass er jetzt gesund bleibt“, betonte Hoeneß.
Musiala hatte nach seinem Treffer sichtlich erleichtert reagiert und war anschließend von seinen Teamkollegen gefeiert worden. Auch Vincent Kompany nahm seinen Schützling nach dem Tor in den Arm. Der Bayern-Coach hatte bereits nach der Partie deutlich gemacht, welche Bedeutung dieses Erfolgserlebnis für Musiala nach den schwierigen vergangenen Monaten hatte.

Hoeneß selbst verzichtet bewusst darauf, sich zusätzlich in die Betreuung des Offensivstars einzumischen. Einen direkten Austausch mit Musiala gebe es derzeit nicht: „Der hat ja so viele Leute um sich rum, da muss man nicht als Zwölfter noch dabei sein.“
Umso mehr vertraut der Ehrenpräsident auf Kompany. Der Belgier mache „einen Superjob, wie er ihn aufbaut, wie er ihn unterstützt“.
Nach seinem gelungenen Startelf-Comeback gegen Bodo/Glimt sammelte Musiala beim 2:1 in Elversberg weitere Spielminuten als Einwechselspieler. Beim FC Bayern wird der Nationalspieler weiterhin behutsam an die volle Belastung herangeführt.

