Krattenmacher und Co.: Bei diesen Spielern hat Bayern eine Rückkaufoption

Sebastian Mittag

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Der FC Bayern gibt immer wieder vielversprechende Talente ab, behält deren Entwicklung aber im Blick. Bei mehreren Spielern gibt es eine Rückkaufoption.

Maurice Krattenmacher sorgt derzeit bei der SV Elversberg für Aufsehen. Der 21-Jährige erzielte an den ersten drei Bundesliga-Spieltagen bereits drei Tore und traf zuletzt ausgerechnet beim 1:2 gegen seinen ehemaligen Klub sehenswert zum zwischenzeitlichen Ausgleich.


Beim FC Bayern dürfte man die Entwicklung des Offensivspielers besonders aufmerksam verfolgen. Schließlich haben die Münchner Krattenmacher trotz seines festen Wechsels im vergangenen Sommer nicht vollständig aus der Hand gegeben. Beim Verkauf für rund zwei Millionen Euro wurde eine Rückkaufoption vereinbart.

Krattenmacher ist damit kein Einzelfall. Der FC Bayern verfolgt bei jungen Spielern inzwischen häufiger eine Strategie, die beiden Seiten Vorteile bieten soll: Die Talente erhalten andernorts die benötigte Spielzeit, während sich die Münchner die Möglichkeit auf eine spätere Rückkehr offenhalten.

Option bei Wanner, Krätzig und Kusi-Asare

Prominentestes Beispiel neben Krattenmacher ist Paul Wanner. Der Mittelfeldspieler wechselte im Sommer 2025 für eine fixe Ablöse von 15 Millionen Euro zur PSV Eindhoven und entwickelte sich dort stark weiter. Sein Marktwert wird von Transfermarkt mittlerweile auf 22 Millionen Euro taxiert. Medienberichten zufolge kann Bayern Wanner für rund 30 Millionen Euro zurückholen.

Auch bei Frans Krätzig soll eine entsprechende Vereinbarung existieren. Der Linksverteidiger verließ die Münchner 2025 in Richtung RB Salzburg. Trotz des festen Transfers behielt sich Bayern demnach die Möglichkeit vor, Krätzig zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuholen.

Ähnlich sieht es bei Jonah Kusi-Asare aus. Der Stürmer war zunächst an den FC Fulham ausgeliehen worden, ehe die Engländer ihn im vergangenen Sommer für rund sechs Millionen Euro fest verpflichteten. Auch hier soll eine Rückkaufoption Bestandteil des Deals sein. Über deren genaue Höhe ist bislang allerdings nichts bekannt.

Paul Wanner
Foto: IMAGO

Eine etwas andere Konstellation gibt es bei Felipe Chavez. Der 19-Jährige wechselte Ende August zunächst auf Leihbasis zum 1. FC Magdeburg. Der Zweitligist besitzt eine Kaufoption für den Offensivspieler. Sollte diese gezogen werden, könnte Bayern wiederum von einer vereinbarten Rückkaufoption Gebrauch machen.

Nicht jede dieser Klauseln besteht unbegrenzt. Bei Malik Tillman und Nestory Irankunda verfügten die Münchner ebenfalls über Möglichkeiten zur Rückholung, diese sind mittlerweile jedoch verstrichen.

Das Modell gibt dem FC Bayern zusätzliche Flexibilität bei der Nachwuchsarbeit. Nicht jedes Talent kann sofort genügend Einsatzzeit bei den Profis erhalten. Mit Verkäufen lassen sich Einnahmen generieren und gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten schaffen – ohne bei besonders positiven Verläufen wie aktuell bei Krattenmacher sämtliche Handlungsmöglichkeiten aus der Hand zu geben.

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