Serge Gnabry ist zurück – und bekommt direkt die nächste Chance, wichtige Spielpraxis zu sammeln. Nach seinem Comeback beim 7:0 des FC Bayern gegen Union Berlin reist der 31-Jährige zur deutschen Nationalmannschaft. Bundestrainer Jürgen Klopp hat Gnabry in sein XXL-Aufgebot für die anstehende Länderspielphase berufen.
Für den Offensivspieler kommt die Nominierung zum perfekten Zeitpunkt. Gnabry hatte wegen einer Adduktorenverletzung monatelang pausieren müssen und dadurch auch die Weltmeisterschaft verpasst. Gegen Union stand er erstmals in dieser Saison wieder für die Münchner auf dem Platz.
Schon vor dem Anpfiff machte Gnabry bei Sky deutlich, dass er körperlich bereit für sein Comeback ist. „Fühlen tue ich mich sehr gut“, erklärte der Bayern-Star.
Klopp soll Gnabry wieder in Rhythmus bringen
Statt während der Länderspielpause in München individuell weiterzuarbeiten, kann Gnabry nun im Mannschaftstraining beim DFB weitere Schritte machen. Genau darin sieht der 31-Jährige einen großen Vorteil.
„Für mich ist es ein ganz großes Plus, dass er mich da mitnimmt und ich da weiter im Rhythmus bleibe“, sagte Gnabry über Klopps Entscheidung.
Nach mehreren Wochen im Mannschaftstraining fehlte dem Offensivspieler bislang vor allem die Spielpraxis. Das soll sich jetzt ändern.
„Ich habe jetzt ein paar Wochen trainiert, aber eben noch keine Minuten gesammelt, deswegen ist es eine super Gelegenheit für mich, da weiter zu trainieren und vielleicht auch zu spielen. Das schauen wir dann. Aber ich freue mich auch einfach wieder im Kreise beim DFB dabei zu sein.“
Damit feiert Gnabry auch sein Comeback bei der Nationalmannschaft. Sein bislang letztes Länderspiel absolvierte er im März beim 2:1 gegen Ghana.
Bayern und DFB verfolgen klaren Plan

Klopp hatte bereits bei seiner Kadernominierung deutlich gemacht, dass er Gnabry während der gesamten Länderspielphase bei der Nationalmannschaft behalten möchte.
Neben Gnabry betrifft das auch Jamal Musiala und Nico Schlotterbeck. Alle drei haben schwierige Monate mit längeren Ausfallzeiten hinter sich. Beim DFB sollen sie jetzt kontrolliert weitere Trainings- und möglicherweise auch Spielminuten sammeln.
Für Gnabry ist die Berufung deshalb mehr als nur die Rückkehr zur Nationalmannschaft. Sie bietet ihm die Gelegenheit, seine Fitness weiter aufzubauen und anschließend möglichst in vollem Rhythmus zum FC Bayern zurückzukehren.
Nach seinem ersten Einsatz gegen Union folgt damit unmittelbar der nächste Schritt. Und Gnabry selbst macht keinen Hehl daraus, wie sehr er sich darauf freut, nach seiner langen Zwangspause wieder regelmäßig mit einer Mannschaft auf dem Platz zu stehen.

