In der Vorbereitung machte man sich beim FC Bayern zurecht Sorgen um Jamal Musiala. Jetzt präsentiert sich der Nationalspieler aber wieder in einer beeindruckenden Verfassung.
Musiala war in zwei Testspielen zusammengebrochen. Später erklärte er, dass er unter gesundheitlichen Problemen, so genannten Absencen, leide.
Dabei ist es so, dass er immer mal wieder ganz kurz das Bewusstsein verliert. Eine große Gefahr besteht nicht, Anfälle sind aber natürlich zu vermeiden und die medikamentöse Einstellung muss sehr feinfühlig erfolgen.
Nicht wenige Experten äußerten Zweifel daran, dass Musiala überhaupt noch einmal sein absolutes Toplevel erreicht. Währenddessen teilte Vincent Kompany, der Trainer der Bayern, mit, dass der Offensivspieler mehr als nur gut trainiert hat und vor der Sekunden der Medikation ein extrem hohes Level zeigte.
FC Bayern: Musiala auf dem Weg zurück zu alter Stärke
Gegen Union Berlin beim 7:0 traf Musiala, erzielte einen sehr sehenswerten Treffer. Es war auch nicht irgendein Tor, sondern das enorm wichtige 1:0, der Dosenöffner. Genau dieser gelang ihm auch gegen Bodo/Glimt in der Champions League.
„Ich glaube, genau diesen Schritt wollten wir jetzt machen. Vor der Länderspielpause ist das perfekt. Da sind alle Fragen weg. Jamal hat 90 Minuten gespielt und wieder getroffen. Bei sieben Toren sieht das vielleicht nicht nach viel aus, aber es war stark, was er gemacht hat. Jetzt geht es um seine Leistung und um Fußball – danach müssen wir ihn bewerten“, erklärte Trainer Kompany nach dem Spiel bei Sky.

Die Tatsache, dass Musiala gleich zwei wichtige Tore erzielte, macht den Bayern Hoffnung. Dass er zudem auch noch in der Lage war, jetzt 90 Minuten durchzuhalten, spricht außerdem für ihn.
Es scheint, als würde sich der Offensivspieler nun mehr und mehr in den Rhythmus spielen. Es passiert also genau das, was man sich beim Rekordmeister für die Zeit nach der Reintegration erhofft hatte.
Es funktioniert noch nicht alles, das merkt man dem Spieler in seinen Aktionen auch an, aber er hat sichtlich Spaß daran, Fußball zu spielen und wieder in den engen Räumen für Unruhe zu sorgen. Dass er jetzt die kompletten drei Wochen bei der DFB-Elf verbringt, das kann auch nur positiv für den Spieler sein, denn hier kann er regulär trainieren, was beim FCB angesichts der vielen Abstellungen für Länderspiele nicht möglich ist.
Auch Musiala selbst ist zufrieden mit den neuesten Entwicklungen: „Ich fühle mich sehr gut. Jedes Spiel ist ein Schritt nach vorne. Ich weiß, dass ich noch weitere Schritte machen kann. Aber wieder 90 Minuten zu spielen, ist ein großartiges Gefühl.“

