Bayern macht die Schotten dicht: Kompany bekommt sein „Fort Knox“

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Der FC Bayern schottet sein Training an der Säbener Straße künftig noch stärker vor neugierigen Blicken ab. Trainer Vincent Kompany stehen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen mittlerweile gleich drei Trainingsplätze mit einem vollständigen Sichtschutz zur Verfügung.

Am Montag kamen die neuen XXL-Planen erstmals bei einer Einheit zum Einsatz. Dabei handelte es sich allerdings noch nicht um eine geheime Vorbereitung auf das Champions-League-Duell gegen Arsenal am 21. Oktober. Die Münchner absolvierten vielmehr ihren Trainingsauftakt nach der zweiwöchigen Länderspielpause.


Trotzdem wurde laut BILD direkt das volle Programm gefahren: Sämtliche neuen Sichtschutz-Möglichkeiten wurden heruntergelassen. Zusätzlich kam der bereits vorhandene Vorhang zum Einsatz, den die Bayern einst während der Amtszeit von Pep Guardiola installieren ließen.

Kompany lässt beim Trainingsauftakt alles dichtmachen

Damit waren Einblicke in die Einheit praktisch unmöglich. Kompany arbeitete zum Auftakt lediglich mit acht Profis sowie einigen Nachwuchsspielern. Zahlreiche Nationalspieler befinden sich noch bei ihren Auswahlmannschaften.

Ganz reibungslos funktionierte das neue System bei seiner Premiere allerdings nicht. Nach rund einer halben Stunde fuhren laut BILD plötzlich etwa zwei Drittel des neuen Sichtschutzes wieder nach oben. Die per Fernbedienung steuerbaren grauen Planen rollten sich ein und ermöglichten vorübergehend doch wieder Einblicke auf den Trainingsplatz.

Wenig später wurde der Sichtschutz erneut heruntergefahren.

Unter Kompany können die Bayern damit noch flexibler entscheiden, welche Einheiten öffentlich einsehbar sind. Gerade vor wichtigen Spielen lassen sich taktische Abläufe und personelle Varianten dadurch besser vor den Augen der Öffentlichkeit abschirmen.

Mehrere Bayern-Stars zurück im Training

Alphonso Davies
Foto: IMAGO

Auf dem Rasen standen am Montag unter anderem Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Nathaniel Brown. Das Trio war von Bundestrainer Jürgen Klopp lediglich für den ersten Teil des zurückliegenden DFB-Lehrgangs eingeplant worden und konnte deshalb bereits wieder ins Bayern-Training einsteigen.

Auch Manuel Neuer, Sven Ulreich und Sacha Boey waren dabei. Hinzu kamen Alphonso Davies und Luis Díaz, die während der Länderspielphase von ihren Nationalmannschaften eine Pause erhalten hatten.

Kompany nutzte die personell noch überschaubare Einheit zudem, um mehreren Campus-Talenten eine Chance bei den Profis zu geben. Tim Binder, Vincent Manuba, Guido Della Rovere, Noah Codjo-Evora und Bogdan Olychenko durften sich zeigen. U23-Trainer Dante verfolgte die Einheit ebenfalls vor Ort.

Für die Bayern beginnt damit die Vorbereitung auf das Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Fünf Tage bleiben Kompany und seiner Mannschaft bis zum Duell am Samstag.

Was der Bayern-Coach bis dahin taktisch einstudieren lässt, dürfte von außen künftig allerdings deutlich schwieriger zu erkennen sein. Die neuen Sichtschutz-Anlagen machen die Säbener Straße mehr denn je zur abgeschotteten Trainingszone.

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