Lennart Karl gehört zu den vielversprechendsten Nachwuchsspielern des FC Bayern. Der 18-Jährige hat den Sprung vom Campus zu den Profis geschafft. Doch seine Karriere in München begann mit einer Entscheidung, die innerhalb seiner Familie zunächst für Diskussionen sorgte. Im Interview mit DAZN hat der Offensivspieler nun verraten, wie er seine Eltern von seinem Wechsel zum deutschen Rekordmeister überzeugte.
Bereits mit 14 Jahren stand Karl vor der Frage, ob er seine Heimat verlassen und ins Nachwuchsleistungszentrum der Münchner ziehen sollte. Während er selbst sofort begeistert war, reagierten seine Eltern zunächst zurückhaltend.
„Meine Eltern waren nicht so überzeugt, vor allem meine Mutter“, erinnerte sich der Youngster.
Für Karl war allerdings früh klar, welchen Weg er einschlagen wollte.
„Ich war schon immer Bayern-Fan“
Obwohl dem Offensivspieler damals mehrere Angebote vorlagen, kam für ihn vor allem ein Verein infrage. „Aber von Anfang an, als Bayern München ins Spiel kam, habe ich gesagt, dass ich dorthin will“, berichtete Karl.
Besonders der erste Besuch auf dem Bayern-Campus beeindruckte ihn nachhaltig. „Als ich den Campus zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mir einfach gesagt: Da will ich hin, das mache ich, das ziehe ich durch.“
Doch wie gelang es dem damals 14-Jährigen, seine zunächst skeptischen Eltern umzustimmen? „Letztendlich ist es meine Entscheidung. Ich habe gesagt, dass ich dorthin gehen und dort spielen möchte. Ich war schon immer Bayern-Fan, also habe ich einfach gesagt, dass ich das machen will“, erklärte Karl.
Seine Entschlossenheit zeigte offenbar Wirkung. Die Eltern waren schließlich bereit, den Wunsch ihres Sohnes zu unterstützen.
„Und dann sagten sie, sie würden sich das noch einmal überlegen, und wenn ich mich dazu bereit fühle, würde ich ins Internat gehen und es machen. So hat alles angefangen.“
Karl hatte zunächst mit Heimweh zu kämpfen

Der Wechsel nach München bedeutete für Karl allerdings auch, früh auf eigenen Beinen stehen zu müssen.
Mit gerade einmal 14 Jahren zog er ins Internat des FC Bayern. Die erste Zeit war dabei nicht ganz einfach. „In den ersten zwei Wochen hatte ich ein bisschen Heimweh. Ich habe mich gefragt, wie das alles funktionieren soll“, gestand der Offensivspieler.
Die anfänglichen Schwierigkeiten verschwanden jedoch schnell, als er seine neuen Mitspieler besser kennenlernte. „Dann habe ich die Jungs im Internat kennengelernt, und dann ging alles ziemlich schnell“, berichtete Karl.
Besonders die gemeinsame Zeit mit den anderen Nachwuchsspielern ist ihm positiv in Erinnerung geblieben. „Als ich jeden Tag mit den Jungs zusammen war und jeden Tag Fußball gespielt habe, war das eine richtig, richtig coole Zeit dort.“
Rückblickend hat sich Karls Entscheidung ausgezahlt. Der 18-Jährige hat sich über den Bayern-Campus bis in den Profikader von Vincent Kompany gespielt.
Dass er diesen Weg überhaupt einschlagen konnte, lag nicht zuletzt an seiner eigenen Entschlossenheit – und daran, dass seine Eltern ihm letztlich das Vertrauen schenkten, seinen großen Traum zu verfolgen.

