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Lucas Hernandez widerspricht Müller-Wohlfahrt: Ich bin 100 Prozent fit

Lucas Hernandez
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die Verantwortlichen beim FC Bayern haben sich in den vergangenen Tagen einen (verbalen) Schlagabtausch mit dem französischen Fussballverband wegen Lucas Hernandez geliefert. Der 23-jährige Abwehrspieler ist angeschlagen und laut Bayern Vereinsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt nicht in der Lage für die Equipe Tricolore in der EM-Qualifikation 2020 aufzulaufen. In Frankreich schätzt man die gesundheitliche Lage von Hernandez anders ein. Dieser hat sich nun selbst zu Wort und kurioserweise betont, dass er zu 100 Prozent fit sei.

Das Drama rund um Lucas Hernandez und dessen Abstellung zur französischen Nationalmannschaft geht in die nächste Runde. Nachdem sich in den vergangenen Tagen nahezu alle Verantwortlichen auf Seiten des FC Bayern und des französischen Fussballverbands zum Fall Hernandez geäußert haben, meldet sich der Abwehrspieler nun selbst zu Wort.

Lucas Hernandez: Wenn der Arzt sagt ich kann spielen, dann spiele ich

Der FC Bayern hat am Montag im Rahmen einer Stellungnahme unmissverständlich seine Position in Sachen Lucas Hernandez deutlich gemacht. Während Karl-Heinz Rummenigge sich „irritiert“ über das Verhalten des französischen Fussballverbands zeigte und „etwas mehr Verständnis“ erwartet hätte, betonte Vereinsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt klar und deutlich, dass Hernandez aufgrund seiner anhaltenden Knieprobleme „nicht spielen kann.“

Umso erstaunlicher ist nun die Tatsache, dass ausgerechnet Hernandez selbst Müller-Wohlfahrt widerspricht. Im Interview mit dem Fernsehsender „M6“ betonte der 23-jährige, dass er fit sei und spielen kann: „Ich hatte ein MRT und alles ist gut. Das Hämatom ist weg. Ich bin 100 Prozent fit“. In München wird man diese Aussagen sicherlich kritisch zur Kenntnis genommen haben.

Hernandez zeigte zwar Verständnis für die Reaktionen des FCB, betonte aber auch, dass er auf die Ärzte beim französischen Fussballverband vertraut: „Ich verstehe Bayern München gut. Der Verein sorgt sich um seine Spieler und will sie vor Verletzungen schützen. Ich höre auf meine Bosse und wenn ich bei der Nationalmannschaft bin, dann höre ich auf den dortigen Trainer und vor allem auf den Arzt, wenn er sagt, dass ich spielen kann.“

Es wird spannend zu sehen ob der Defensiv-Allrounder am kommenden Freitag beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Island und Frankreich tatsächlich zum Einsatz kommen wird oder nicht. Unabhängig davon werden die Aussagen von Hernandez der Verantwortlichen in München sicherlich nicht gefallen haben, da dieser sich offensichtlich gegen Dr. Müller-Wohlfahrt gestellt hat und damit auch den FC Bayern.