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Thiago über Kritik: „Ich sage dazu gar nichts. Ich spiele!“

Thiago
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Seit sechs Jahren spielt Thiago nun in München. Bei seiner Ankunft 2013 und auch immer wieder in der Zwischenzeit ließ er erkennen, dass er zur obersten Kategorie an internationalen Mittelfeldspielern gehört. Doch immer wieder wird auch Kritik am 28-Jährigen laut. Zuletzt rügte sogar Niko Kovac den Sechser, für den eigentlich galt, wenn er fit ist, spielt er. Kovacs Rüge zeigte den gewünschten Erfolg. Auch im Interview mit dem Vereinsmagazin „51“ zeigte sich Thiago angesporchen auf seine Kritiker entspannt.

Gegen Tottenham war Thiago fit und spielbereit, fand sich aber erst einmal auf der Bank wieder. „Mit seiner Leistung in Paderborn war ich nicht zufrieden“, erklärte Trainer Niko Kovac die ungewohnte Rolle des spanischen Profis. Zur Halbzeit war der Bayern-Coach dann zum Wechseln gezwungen, da David Alaba nicht weiterspielen konnte. Thiago wurde eingewechselt – und überzeugte schlagartig wieder. Zur 7:2-Gala gegen die Spurs trug er neben einem Assist zahlreiche kreative Momente bei. Gegen Hoffenheim stand Thiago wieder über 90 Minuten auf dem Feld. Allerdings mit weniger Erfolg. Das Spiel gegen die TSG wurde 1:2 verloren.

Bevor nun aber wieder kurzsichtige Kritik aufkommt, stellt Thiago klar: „Ich bin seit sechs Jahren hier, wir wurden jedes Mal Meister und dreimal Pokalsieger, standen dazu viermal im Halbfinale der Champions League. Ich respektiere, was die Leute denken und behaupten. Ich sage dazu gar nichts. Ich spiele“, meint er in Richtung seiner Kritiker. „Manche schreiben positive Dinge, manche negative. Das ist wie eine Achterbahnfahrt. Aber ich kann das einschätzen.“

Thiago bis zum Karriereende in München? „Warum nicht?“

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Auch wenn er sich gegen (voreilige) Kritik wehrt – Thiago selbst treibt am allermeisten an zu gewinnen, es gehe „immer darum, besser zu sein als sein Gegner. Es ist Wettkampf“. Eine Einstellung, die wie die Faust aufs Auge des FC Bayern und seiner Ziele passt. Und die „sind immer die gleichen. Auf dieser Welt gibt es fünf, sechs Klubs, die vor einer Saison seriös sagen können: ‚Wir wollen alle Titel gewinnen‘. Der FC Bayern ist einer dieser Vereine.“

Für Thiago zählt der FC Bayern auch zu den letzten Vereinen, „der eine Idee hat“. Das ist für den Mittelfeldspieler „wichtig. Wir wollen mit dem Ball das Spiel diktieren.“ Am liebsten natürlich, wenn er selbst dabei im Mittelpunkt des Platzes, nicht unbedingt der Aufmerksamkeit steht. „Ich fühle mich wichtig, auf dem Platz und als Persönlichkeit“, fühlt sich der Mittelfeldspieler in seiner Rolle bestärkt. „Diese Situation gefällt mir.“ Mittlerweile schon sechs Jahre beim Verein, immer noch und auch mittelfristig in zentraler Position als Spieler und Mensch, mittlerweile auch schon 28 Jahre alt – könnte da das Karriereende beim FC Bayern eines Tages auch zur Option werden. „Warum nicht?“, will Thiago bewusst nichts ausschließen.