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Kovac-Reservist Thomas Müller ist wieder gefragt beim FC Bayern

Thomas Müller
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Der FC Bayern hat sich mit dem spektakulären 4:0-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund wieder zurückgemeldet. Die Gründe dafür sind vielfältig, einer davon heißt unter anderem Thomas Müller. Der 30-jährige Angreifer ist nach dem Kovac-Aus gefragter denn je beim deutschen Rekordmeister.

Thomas Müller hat in den vergangenen Wochen und Monaten ein ständiges Auf und Ab beim FC Bayern erlebt. Als unangefochtener Stammspieler und Leistungsträger hat sich der Ur-Bayer in den vergangenen knapp 10 Jahren in die Herzen der Bayern-Fans gespielt. Nach der Verpflichtung von Philippe Coutinho rückte er, auf Wunsch von Niko Kovac, ins zweite Glied und feiert aktuell unter Interimstrainer Hansi Flick eine Art Comeback in München.

Thomas Müller beim FC Bayern: Vom Saulus zum Paulus binnen weniger Spiele

Die Leidenszeit von Thomas Müller scheint nach dem 4:0-Erfolg gegen den BVB endgültig ein Ende gefunden zu haben. Noch vor wenigen Wochen sorgte der Stürmer außerhalb des Platzes für Schlagzeilen, mittlerweile ist Müller wieder auf dem Platz unterwegs und gefragter denn je in München.

Gegen Dortmund hat Müller mit seinen beiden Torvorlagen eine neue Bestmarke in der Fussball Bundesliga aufgestellt und als erster Spieler, seit der exakten Datenerfassung, mehr als 100 Tore im deutschen Oberhaus vorbereitet. Müller zeigte sich am Samstag in gewohnter Manier: Er lief und lief und lief, er ackerte und presste und war zur Stelle wenn er gebraucht wurde. All diese Qualitäten waren unter Kovac zuletzt nicht mehr gefragt, der Kroate setzte lieber auf den „Edeltechniker“ Coutinho.

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Müller verkörperte gegen den BVB wie kaum ein anderer jene Attribute, die letztendlich zum Erfolg führten: Aggressives Pressing, pure Gier und die Bereitschaft, für jeden der eigenen Mitspieler den Extra-Meter zu gehen.

Der einstige Notnagel Müller hat bereits unter Kovac immer wieder bewiesen, dass er nach wie vor in der Lage ist den Bayern „aus der Patsche“ zu helfen. Beim knappen 3:2-Erfolg in Piräus bereitete er zwei Treffer vor. Beim Zittersieg im Pokal gegen Bochum (2:1) erzielte er kurz vor dem Ende den entscheidenden Siegtreffer. Während Kovac nicht so recht wusste was er mit Müller anzufangen hat, ist der Weltmeister von 2014 unter Flick wieder Leader und Motivator, eine Rolle die ihm sehr gut steht. Der 54-jährige Interimstrainer schwärmte zuletzt über Müller: „Er ist auf dem Platz einer, der eine Mannschaft führen kann, der ein taktisches Verständnis hat, der schlitzohrig ist. Er ist einfach ein Spieler, den man nicht so greifen kann.“

Müller hat in den vergangenen Spielen einen Wandel vollzogen. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Tatsache, dass Müller seinen Worten Taten folgen ließ. Anfang Oktober äußerte er sich im kicker-Interview über seine damalige Reservistenrolle unter Kovac. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und einen vorzeitigen Abschied im Winter zu forcieren, war Müller bereit den Kampf um seinen Platz in der Mannschaft anzunehmen: „Ich werde nicht lockerlassen und im Training und bei den Spielen weiterhin alles geben.“