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3 Gründe warum die erste Flick-Niederlage zum richtigen Zeitpunkt kommt

Hansi Flick
Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern hat am Samstag seine zweite Saisonniederlage in der Fussball Bundesliga kassiert. Das 1:2 gegen Bayer Leverkusen war zugleich die erste Niederlage unter Interimscoach Hansi Flick. Auch wenn der Ärger und Frust nach dem Spiel groß war, bleiben die Verantwortlichen in München gelassen. Die erste Flick-Niederlage kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und wir erklären anhand von drei Gründen warum.

Nach vier Siegen in Folge (ohne Gegentor) ist die „unheimliche Serie“ des FC Bayern am Samstagabend gerissen. Ausgerechnet in der heimischen Allianz Arena verlor man 1:2 gegen Bayer Leverkusen. Es war die erste Niederlage gegen die Werkself zuhause seit mehr als sechs Jahren.

Grund zur Panik gibt es in München jedoch nicht. Interimscoach Hansi Flick hat in den vergangenen Wochen den deutschen Rekordmeister „wiederbelebt“ und auch gegen Leverkusen wusste die Mannschaft spielerisch zu überzeugen. Die Niederlage kommt genau zum richtigen Zeitpunkt für Manuel Neuer & Co., aus drei Gründen:

1. Der Druck der „Flick-Serie“ ist weg

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Mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen und einem Torverhältnis von 16:0-Toren hat Hansi Flick die beste Startbilanz aller Zeiten eines Cheftrainers beim FC Bayern hingelegt. Der 54-jährige wurde von Komplimenten überhäuft und es schien so, als könnte Flick nichts falsch machen. Seine personellen Umstellungen mit Martinez, Alaba, Davies und Müller griffen sofort. Auch als Flick anfing zu rotieren (gegen Düsseldorf und Belgrad) gab es keinen Leistungsabfall.

Zeitgleich stieg aber auch mit jedem Sieg der Druck auf Flick und die Mannschaft. Zwischenzeitlich schien es so, als sei es nicht mehr erlaubt Fehler zu machen oder ein Gegentor zu kassieren. Das schöne an Serien ist, sobald eine gerissen ist, kann man direkt mit einer neuen beginnen und genau dies haben die Verantwortlichen in München unmittelbar nach dem Leverkusen-Spiel bereits angedeutet. Vorstandboss Karl-Heinz Rummenigge betonte nach dem Spiel, dass man sich durch die Niederlage nicht aus dem Konzept bringen lässt.

2. Die Trainersuche wird (hoffentlich) einfacher

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Unmittelbar nach dem Kovac-Aus schien Hansi Flick nur eine Übergangslösung zu sein. Doch spätestens nach dem 4:0-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund wurde schnell klar, dass Flick durchaus das Potenzial hat länger auf der Trainerbank beim FC Bayern zu sitzen. Genau dieser Umstand hat die Trainersuche in München zuletzt ein wenig „gehemmt“. Während Flick einen Sieg nach dem anderen eingefahren hat, haben sich viele Fans, Medien und Experten gefragt ob die Bayern überhaupt einen neuen Trainer brauchen?

Die Frage „wie lange Flick noch Bayern-Trainer“ bleibt, verfolgt den Rekordmeister quasi seit seinem ersten Tag. Fakt ist, stand heute kann diese Frage niemand ernsthaft beantworten, weder Flick selbst noch die Verantwortlichen an der Säbener Straße. Die Heimpleite gegen Leverkusen verhindert jedoch, dass sich die Trainerdiskussion in München nicht ausschließlich auf Flick konzentriert. Ein Engagement von Flick über den Winter und ggf. Sommer 2020 hinaus ist zudem weiterhin möglich.

3. Die Bayern müssen sich neu fokussieren

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Spätestens nach der 6:0-Gala gegen Roter Stern Belgrad dachte viele, vermutlich die Spieler in gewissen Maße selbst, dass derzeit alles „von alleine“ geht. Das Spiel gegen Leverkusen hat dies jedoch deutlich widerlegt. Die Bayern bekommen in dieser Saison, wie auch schon in der Vorsaison, in der Bundesliga nichts „geschenkt“. Jedes Spiel fängt von null an und jedes Spiel muss auf dem Platz gewonnen werden.

Durch die Heimniederlage ist der FCB auf Rang 4 in der Tabelle abgerutscht und hat vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Gladbach. Kurioserweise spielt man am kommenden Wochenende ausgerechnet gegen die Fohlen und kann dort wieder bis auf einen Zähler rankommen. Die Niederlage gegen Leverkusen dürfte eine zusätzlich Motivation für Robert Lewandowski & Co. sein für das Top-Spiel gegen die Borussia.