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Traumdebüt für Joshua Zirkzee: FCB-Nachwuchstalent empfiehlt sich für mehr

Joshua Zirkzee
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Bayern-Nachwuchstalent Joshua Zirkzee hat einen Traum-Einstand bei den FCB-Profis hingelegt. Der 18-jährige Stürmer war mit seinem Debüt-Tor maßgeblich am 3:1-Auswärtssieg gegen den SC Freiburg beteiligt. Nach dem Spiel wurde der Niederländer mit Komplimenten überhäuft. Auch FCB-Coach Hansi Flick lobte den Youngster, drückte aber zeitgleich auf die Euphoriebremse.

Der Name Joshua Zirkzee dürfte sicherlich nicht allen Bayern-Fans etwas sagen, spätestens nach dem 3:1-Erfolg gegen SC Freiburg hat sich dies verändert. Der 18-jährige Niederländer war mit seinem 2:1-Führungstreffer in der Nachspielzeit maßgeblich an dem wichitgen Auswärtssieg beteiligt und könnte in Zukunft deutlich mehr Einsatzzeiten unter Hansi Flick erhalten.

Joshua Zirkzee: Der langersehnte Lewandowski Backup?

Erst am Mittwoch hatte sich FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit der Sport BILD gegen die Verpflichtung eines neuen Stürmers im Winter ausgesprochen. Der 62-jährige verwies auf das vorhandene Personal im aktuellen Bayern-Kader und betonte man „hätte genügend Alternativen für das Sturmzentrum.“

Während Rummenigge lediglich auf die beiden FCB-Stars Thomas Müller und Serge Gnabry verwies, würde dessen Antwort nach dem Freiburg-Spiel sicherlich etwas anders ausfallen. Der Name Zirkzee würde aller Voraussicht nach ebenfalls fallen. Der FCB-Nachwuchsprofi hat am Mittwochabend ein Traumdebüt in der Fussball Bundesliga absolviert und in seinem ersten Einsatz (und ersten Ballkontakt) im deutschen Oberhaus seinen ersten Treffer erzielt.

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Mit 18 Jahren und 210 Tagen ist Zirkzee der bislang jüngste Torschütze in der laufenden Bundesliga-Saison und nach Roque Santa Cruz (18 Jahre, 12 Tage) und Alphonso Davies (18 Jahre, 135 Tage) der drittjüngste Bayern-Spieler, der in der Bundesliga einen Treffer erzielen konnte. Zudem ist nun auch der jüngste niederländische Torschützen der Bundesliga-Historie.

Zirkzee wechselte im Sommer 2017 von Feyenoord Rotterdam in die Jugend des deutschen Rekordmeisters und hat sich seit dem nach und nach seinen Weg bis in die zweite Mannschaft hochgearbeitet. Unter Sebastian Hoeneß ist er mittlerweile Stammspieler und darf seit dieser Saison regelmäßig bei den Profis mittrainieren,

Als die Bayern-Verantwortlichen vor kurzem öffentlich bekannt gaben, dass man in Zukunft wieder vermehrt eigene Talente bei den Profis zum Durchbruch helfen möchte, dachten Salihamidzic & Co. sicherlich vor allem an Zirkzee. Der 1,93 Meter große Stürmer hat erst im September seinen Vertrag bis 2023 in München verlängert und hat durchaus das Potenzial, mittel- bis kurzfristig, der langersehnte Lewandowski Backup zu werden.

Flick lobt und mahnt zugleich

FCB-Coach Hansi Flick hat mit der Einwechselung von Zirkzee gegen Freiburg ein „goldenes Händchen“ bewiesen. der 54-jährige äußerte sich nach dem Spiel wie folgt zu dem Youngster: „Joshua macht es auch im Training sehr gut, seine Entwicklung ist bemerkenswert. Heute hat er sich belohnt und damit auch die Mannschaft.“ Flick drückte aber auch sofort auf die Euphoriebremse: „Aber es sollen alle schön auf dem Boden bleiben. Es bleibt noch viel zu tun und daran arbeiten wir einfach, um beim FC Bayern wieder Talente zu entwickeln. Das ist unser Ziel und wenn sie es immer so machen wie heute, wird es schneller gehen als viele denken.“

Kapitän Manuel Neuer verteilte nach dem Freiburg-Spiel ebenfalls ein Sonderlob an Zirkzee und stellte dessen Qualitäten in den Vordergrund: „Das ist natürlich fantastisch. Er ist ein Spieler, der den Körper und die Wucht mitbringt. Er hat bei der Aktion, auf die er gelauert hat, schnell abgeschlossen, was immer schwer für einen Torwart ist. Er hat das klasse gemacht und wir freuen uns für ihn persönlich.“