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Flick fordert Veto-Recht für Neuzugänge im Sommer

Hansi Flick
Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es zahlreiche Gerüchte und Spekulationen wen der FC Bayern kommenden Sommer verpflichten wird. Die Liste an potenziellen Neuzugängen ist lang. Auch FCB-Coach Hansi Flick möchte, insofern er Cheftrainer in München bleibt, ein Wörtchen mitreden in Sachen Transfers. Im Interview mit der „Sport BILD“ verriet Flick, dass er gerne ein Veto-Recht bei Neuverpflichtungen hätte.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der FC Bayern kommenden Sommer eine „Transferoffensive“ plant. Die Münchner haben mehr als 200 Mio. Euro in der Kriegskasse und beschäftigen derzeit mit zahlreichen Spielern, unter anderem Leroy Sane, Kai Havertz oder Dayot Upamecano.

Eine große Rolle bei der Kaderplanung könnte Hansi Flick spielen. Auch wenn die Zukunft des 55-jährigen in München noch nicht final geklärt ist, hat sich dieser im Gespräch mit der „Sport BILD“ über die bevorstehende Transferphase im Sommer geäußert. Flick betonte dabei, dass er sich als Trainer ein Veto-Recht bei Neuzugängen wünscht.

„Aus meiner Sicht muss der Trainer ein Veto-Recht haben“

Vor kurzem erst machten Meldungen die Runde, dass Timo Werner und Kai Havertz ganz weit oben auf der Wunschliste von Flick stehen würden. Während die Verpflichtung von RB-Stürmer Timo Werner immer unwahrscheinlicher wird, hat der FCB bei Bayer-Youngster Havertz durchaus gute Aussichten.

Gegenüber der „Sport BILD“ äußerte sich Flick wie folgt zu Havertz: „Bei ihm muss man einfach festhalten: Er
hat eine enorme Entwicklung gemacht, schießt Tore, strahlt eine Dominanz aus. Gerade im letzten Spieldrittel kann er den Unterschied ausmachen.“

Auch die Verantwortlichen in München haben den deutschen Nationalspieler auf dem Zettel, sind jedoch noch etwas zurückhaltend. Dies liegt vor allem an der hohen Ablösesumme, die sich Gerüchten zufolge auf 120 Mio. Euro belaufen soll. Zudem hatte Havertz in der laufenden Saison durchaus mit stärkeren Leistungsschwankungen zu kämpfen, so dass Salihamidzic & Co. Zweifel haben, ob dieser schon bereit ist für den Schritt nach München.

Unabhängig davon ob Havertz zu den Bayern wechselt oder nicht, Flick möchte keine Spieler vor die Nase gesetzt bekommen und fordert ein Veto-Recht: „Wenn es um Neuzugänge und Verstärkungen geht, muss der Trainer aus meiner Sicht ein Vetorecht haben.“ Laut Flick geht es dabei sowohl darum, dass man als Trainer sowohl aktive Ideen für neue Spieler einbringen kann, aber auch im Zweifel potenziellen Neuzugänge ablehnt. Laut Flick gibt es bereits einen „guten Transfer-Prozess“ in München: „Wir können hier im offenen Dialog über alles sprechen. Natürlich hat das Trainerteam Ideen im Kopf, deswegen ist es entscheidend, dass man die Dinge kommuniziert und diskutiert.“

Droht neuer Zoff mit Salihamidzic?

Auch wenn man als Cheftrainer stets eingebunden ist bei der Verpflichtung neuer Spieler, liegt die Kaderplanung bisher im Verantwortungsbereich von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Der 43-jährige leitet auch die neuformierte Scouting-Abteilung der Münchner und war z.B. für die Transfers von Alphonso Davies, Lucas Hernandez, Michael Cuisance und Benjamin Pavard verantwortlich. Mit einem Veto-Recht für Flick könnte es unter Umständen zu Streitigkeiten zwischen dem Sportdirektor und dem Trainer kommen. Die beiden hatten bereits in der Winterpause einen kleinen „Transfer-Zwist“.

Es wird spannend zu sehen wie sich die Kaderplanung der Bayern in den kommenden Monaten entwickelt und vor allem welche Rolle Flick dabei spielt bzw. spielen darf.