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Hoeneß über die Folgen der Corona-Krise: „Es wird eine neue Fussballwelt geben“

Uli Hoeneß
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich erstmals öffentlich zu der Corona-Krise in der Fussball Bundesliga geäußert. Im Interview mit dem „kicker“ betonte der 68-jährige, dass derzeit niemand absehen kann wie lange der Fussball noch pausieren muss. Zudem ist Hoeneß davon überzeugt, dass die Corona-Krise den Fussball nachhaltig verändern wird.

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Diskussionen welchen Einfluss die Corona-Krise sowohl kurz als auch langfristig auf die Fussball Bundesliga und generell auch die gesamt Fussballwelt haben wird. Auch Uli Hoeneß hat sich hierzu nun zu Wort gemeldet und im Gespräch mit dem „kicker“ seine Sicht der Dinge zum Ausdruck gebracht.

„Niemand kann vorhersagen wann es weitergeht“

Für den 68-jährige ist es wichtig, dass die Liga so schnell wie möglich wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen kann, wenn es sein muss auch ohne Zuschauer. Dies sei der einzige Weg, um die finanziellen Einbußen zu minimieren: „Auch Spiele ohne Zuschauer garantieren die Verteilung der Fernseh-Gelder, und wenn das klappt, gibt es für 2019/20 kein existentielles Problem“. Eine längere Pause würde laut Hoeneß jedoch die komplette Liga in Gefahr bringen: „Falls es bis Weihnachten keine Spiele geben sollte, dann ist die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht.“ Wann und wie es weitergeht kann laut Hoeneß derzeit niemand abschätzen.

Wie viele andere Experten sieht Hoeneß aber auch eine Chance für die Zukunft, vor allem in Sachen Transfers: „Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können. Denn es sind alle Länder betroffen. Es wird sehr wahrscheinlich eine neue Fußballwelt geben“.