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Geplatzter Hudson-Odoi-Deal: Darum handelte sich Flick Ärger ein

Hansi Flick
Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Bereits zum wiederholten Male versuchten die Münchner in diesem Sommer, den Chelsea-Youngstar Callum Hudson-Odoi an die Isar zu locken. Erneut blieb man dabei jedoch ohne Erfolg. Grund hierfür: Die von den Londonern aufgerufene Kaufpflicht von 77 Millionen Euro konnten Salihamidzic und Co nicht erfüllen. Laut der „tz“ hat der geplatzte Deal Bayern-intern für Ärger gesorgt.

Auslöser des Disputes soll folgender Satz gewesen sein, den Flick einen Tag vor dem „Deadline Day“ auf der Pressekonferenz äußerte: „Er ist eines der größten Talente auf dieser Position. Er kann außen spielen, aber auch auf der Zehn. Deshalb ist es legitim, dass wir uns mit ihm beschäftigen“, adelte der 55-jährige Hudson-Odoi. Diese Aussage soll ihm intern einen Rüffel eingehandelt haben, zumal öffentliche Worte, wie diese, die Verhandlungsposition nicht gerade verbessern.

Flickt begeht gleichen Fehler wie Kovac

Der geplante Last-Minute-Deal war jedoch auch ohne das öffentliche Statement von Flick zum Scheitern verurteilt. So dürfte die Kaufpflicht in Höhe von 77 Millionen deutlich über den Vorstellungen der Bayern gelegen haben. Zwar wäre diese nur in Kraft getreten, wenn Hudson-Odoi eine gewisse Anzahl an Spielen absolviert hätte, so sollten die Münchner im gegenteiligen Fall „Strafgeld“ zahlen. Keine Aussichtsposition, die für die Bayern attraktiv gewesen wäre. Dies hätte sich wohl auch ohne dem Zutuen von Hansi Flick nicht geändert. Demnach waren die Münchner gezwungen mit der Rückhol-Aktion von Douglas Costa in letzter Minute einen Plan B umzusetzen.

Kurios: Im Sommer 2019 hat Flick-Vorgänger Niko Kovac den gleichen Fehler begangen. Der Kroate äußerte sich damals öffentlich über den geplanten Wechsel von Leroy Sane und lehnte sich dabei sehr weit aus dem Fenster.