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Die Gegentor-Flut der Bayern: Wie lange geht das Spiel mit dem Feuer noch gut?

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Der FC Bayern hat einen eindrucksvollen Start ins neue Fußballjahr 2021 hingelegt. Die Münchner feierten am Sonntagabend einen 5:2-Heimsieg gegen Mainz. Die Flick-Elf ist dabei erneut mit einem blauen Auge davongekommen, die Frage ist nur wie lange das noch gut gehen wird.



Zum achten Mal infolge gerieten die Bayern gestern Abend gegen Mainz im Rückstand. Zur Pause stand es sogar 0:2 aus Sicht der Münchner. Dank einer fulminanten Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt ging man am Ende dennoch mit einem deutlichen 5:2-Erfolg als Sieger vom Platz.

Dennoch: Spieler und Verantwortliche zeigten sich, zum wiederholten Male, unzufrieden mit der Art und Weise wie man sich gegen die Mainzer präsentiert hat. Nur mit der „starken Mentalität“ wird man in dieser Saison keine Titel gewinnen.

Stellt Neuer einen neuen Negativrekord auf?

Obwohl sich Manuel Neuer seit Monaten in absoluter Topform präsentiert, hat der Welttorhüter am Sonntag seinen persönlichen Negativrekord beim FC Bayern eingestellt. Der 34-jährige kassierte zum neunten Mal in Folge ein Gegentor. Dies passierte Neuer zuletzt zwischen September bis Dezember 2018 unter Niko Kovac. Bei einem weiteren Gegentor gegen Gladbach kommenden Freitag, würde Neuer seinen eigenen Rekord weiter ausbauen.

Vor der Winterpause wurde viel über die „Gegentor-Flut“ der Bayern diskutiert. Die hohe Belastung, die vielen Verletzten, der müde Kopf und die wenige Trainingseinheiten: Die Liste an Erklärungen warum die Bayern in der Defensive so anfällig sind in dieser Saison war lang. Kurioserweise greift keine dieser „Ausreden“ für das gestrige Spiel gegen Mainz. Die Flick-Elf hatte knapp zwei Wochen Pause, so viel wie kaum ein anderes Team in der Bundesliga. Auch personell konnte Flick, bis auf Kingsley Coman und Tanguy Nianzou, aus dem Vollen schöpfen. Geändert hat sich jedoch nichts, im Gegenteil. Gegen Mainz hätte man bereits nach vier Minuten mit 0:1 in Rückstand geraten können, hätte Neuer seine Mannschaft nicht erneut gerettet. Aber auch der FCB-Kapitän konnte am Ende den 0:2-Pausenrückstand nicht mehr verhindern.

Flick wird ratlos

Kurios ist: Flick hat in den letzten Wochen viel ausprobiert in der Defensive. Sowohl in Sachen Personal als auch bei der Taktik. Vor der Winterpause durfte plötzlich Niklas Süle als Rechtsverteidiger ran. Gebracht hat es wenig, die Gegentore fielen munter weiter.

Nach dem Mainz-Spiele betonte der Bayern-Trainer, dass man „ein paar Dinge ansprechen muss, die man besser machen möchte“. Diesen Satz hat man zuletzt des Öfteren von Flick gehört. Die Tatsache, dass man acht Mal in Folge in Rückstand geraten ist, deutet eindeutig daraufhin, dass die Bayern dieses Problem schon eine ganze Weile haben. Während man dies in der Liga über 34. Spieltage hinweg kompensieren kann, auch dank der Patzer der Konkurrenz, wird es spätestens ab dem Frühjahr in der Champions League zu ernsthaftes Problem.